Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die deutschen Indizes beendeten den Montagshandel mit Zugewinnen. Die Tageshöchststände konnten jedoch nicht verteidigt werden. Die Marktteilnehmer nahmen den Sieg der Euro-Befürworter bei den Neuwahlen in Griechenland zwar zunächst überwiegend positiv auf, dennoch dominierten die Unsicherheiten um die Zukunft des Euro-Mitgliedslands. Der DAX gewann zuletzt 0,30 Prozent auf 6.248,20 Punkte. Der MDAX legte um 0,43 Prozent zu auf 10.089,15 Punkte. Für den SDAX ging es derweil um 0,10 Prozent nach oben auf 4.754,73 Zähler, während der TecDAX um 0,59 Prozent auf 731,16 Punkte anstieg.
Asiatische und US-Börsen:
Die US-Leitindizes präsentierten sich am Montag uneinheitlich. Dabei musste die anfängliche Euphorie über den Ausgang der Wahlen in Griechenland den Sorgen um die steigenden Zinsen bei Auktionen spanischer und italienischer Staatsanleihen weichen. Der Dow Jones verlor 0,20 Prozent auf 12.741,82 Zähler. Der NASDAQ Composite präsentierte sich mit einem Plus von 0,78 Prozent bei 2.895,33 Zählern, während der S&P 500 einen leichten Zugewinn von 0,14 Prozent auf 1.344,78 Punkte zeigte. Die Futures notieren derzeit uneinheitlich. So tendiert der Dow Jones Future bei 12.680,00 Punkten (-6,00 Punkte), der Nasdaq Future bei 2.587,50 Punkten (+23,50 Punkte) und der S&P Future bei 1.338,60 Zählern (-2,30 Punkte).
Die größten Börsen in Asien entwickeln sich nach den uneinheitlichen Vorgaben der US-Börsen schwächer. Nach der positiven Entwicklung des vorangegangenen Handelstages schloss der Nikkei-Index heute in Tokio mit einem Minus von 0,75 Prozent bei 8.655,87 Punkten.
In China zeigen die Aktienmärkte ebenfalls rote Vorzeichen. So steht der Hang Seng derzeit mit 0,44 Prozent im Minus bei 19.342,31 Punkten, während der Shanghai Composite um 0,47 Prozent abgibt auf 2.305,07 Punkte.
Der Markt heute:
Der Bund Future fällt bisher um 0,02 Prozent auf 142,61 Punkte.
Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Kursgewinnen starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 6.252 Punkten. Der DAX-Future notiert derzeit bei 6.253,50 Zählern (+0,1 Prozent).
In Deutschland stehen heute die ZEW Konjunkturerwartungen an. Ferner werden in Großbritannien die Verbraucherpreise und in Euroland die Produktion im Baugewerbe bekannt gegeben. Aus den USA werden heute die Wohnbaubeginne und -genehmigungen gemeldet.
Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:
Wichtige Quartalszahlen stehen heute bei Adobe Systems, Barnes & Noble, Discover Financial Services, FedEx und Jabil Circuit an.
Der deutsche Markt am Montag:
DAX setzten sich zuletzt Aktien von Infineon mit einem Plus von 3,2 Prozent an die Spitze. MAN und Fresenius Medical Care gewannen auf dem zweiten und dritten Platz jeweils rund 2,2 Prozent hinzu. Anteile von RWE fielen nach anfänglichen Zugewinnen um 0,6 Prozent zurück. Der Energieversorger will einem Medienbericht künftig keine Atomkraftwerke mehr bauen. Demnach will sich der Konzern offenbar auch international nicht mehr am Bau von Atomkraftwerken beteiligen. Aktien der Deutschen Telekom (Deutsche Telekom) verloren unterdessen 0,3 Prozent, nachdem der Konzern den Autobauer BMW als neuen Großkunden im Mobilfunksegment gewonnen hat. BMW-Aktien legten derweil um 2,1 Prozent zu. Titel der Commerzbank lagen zuletzt mit einem Abschlag von 4,4 Prozent auf dem letzten Platz.
Papiere von Rheinmetall legten gestern an der Spitze des MDAX um 6,7 Prozent zu. Anteile von Dürr und KUKA bewegten sich auf dem zweiten und dritten Platz mit 5,8 Prozent bzw. 3,2 Prozent im Plus. Aktien von Klöckner & Co (KloecknerCo) notierten auf Vortagesniveau, nachdem der Metalldistributeur mitteilte, dass seine US-Tochter auf dem Werksgelände der ThyssenKrupp Steel USA in Calvert (Alabama/USA) ein Stahl-Service-Center errichtet. Das Werk erfordert in der ersten Ausbaustufe ein Investitionsvolumen von etwa 15 Mio. Euro und soll im Herbst 2013 in Betrieb genommen werden. Kabel Deutschland gab derweil die Begebung einer Unternehmensanleihe bekannt. Demnach will man eine Anleihe mit einem Volumen von 300 Mio. Euro und einer fünfjährigen Laufzeit bis zum Juli 2017 begeben. Die Unternehmensaktie reagierte mit einem Minus von 0,2 Prozent. GSW Immobilien gaben als Schlusslicht 3,8 Prozent ab.
Wichtige Meldungen:
Der amerikanische Social Media-Konzern Facebook Inc. hat am Montag die Übernahme des israelischen Unternehmens Face.com bekannt gegeben. Die Aktie kann in der Folge deutlich zulegen.
KUKA AG hat einen Auftrag über mehr als 100 Industrieroboter der Generation KR QUANTEC aus der Automobilindustrie gewonnen. (19.06.2012/ac/n/m)