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08.11.2012 08:51

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Ausblick: Stärkere Eröffnung erwartet

Commerzbank zu myNews hinzufügen Was ist das?


Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Nach einem freundlichen Start drehten die wichtigsten deutschen Aktienindizes im gestrigen Handelsverlauf ins Minus. Dabei litt die Stimmung der Marktteilnehmer unter den deutlich schwachen Vorgaben aus den USA nach der Wiederwahl von US-Präsident Obama. Der DAX verlor zuletzt 1,96 Prozent auf 7.232,83 Punkte. Der MDAX gab um 1,18 Prozent nach auf 11.518,31 Punkte. Für den SDAX ging es derweil um 1,07 Prozent nach unten auf 5.011,84 Zähler, während der TecDAX um 0,12 Prozent auf 814,11 Punkte stieg.

Asiatische und US-Börsen:

Die US-Leitindizes haben zur Wochenmitte deutliche Verluste verzeichnet. Nach der Wiederwahl von Barack Obama rückten die anstehenden Probleme, die der alte und neue Präsident zu bewältigen hat, in den Vordergrund. Der Dow Jones verlor 2,36 Prozent auf 12.932,73 Punkte. Der NASDAQ Composite büßte 2,48 Prozent auf 2.937,29 Zähler ein, während der S&P 500 einen Abschlag von 2,37 Prozent auf 1.394,53 Punkte verzeichnete. Die Futures notieren derzeit im Plus. So tendiert der Dow Jones Future bei 12.914,00 Punkten (+51,00 Punkte), der Nasdaq Future bei 2.617,50 Punkten (+7,50 Punkte) und der S&P Future bei 1.391,80 Zählern (+2,70 Punkte).

Die größten Börsen in Asien entwickeln sich nach den schlechten Vorgaben der US-Börsen schwächer. Nach der negativen Entwicklung am letzten Handelstag schloss der Nikkei-Index heute in Tokio mit einem Minus von 1,51 Prozent bei 8.837,15 Punkten.

In China zeigen die Aktienmärkte ebenfalls rote Vorzeichen. So steht der Hang Seng derzeit mit 2,30 Prozent im Minus bei 21.591,21 Punkten, während der Shanghai Composite um 1,63 Prozent abgibt auf 2.071,51 Punkte.

Der Markt heute:

Der Bund Future steigt bisher um 0,04 Prozent auf 142,80 Punkte.

Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Kursgewinnen starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 7.262 Punkten. Der DAX-Future notiert derzeit bei 7.259,00 Zählern (+0,4 Prozent).

In Deutschland stehen heute die Handelsbilanz und der Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe an. Ferner werden in Großbritannien die Handelsbilanz und die Zinsentscheidung sowie in der EU der Zinsbeschluss der EZB bekannt gegeben. Aus den USA werden heute die Handelsbilanz und die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gemeldet.

Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

Wichtige Quartalszahlen stehen heute bei Dean Foods, Dolby Laboratories, Energizer, Dillard`s, Groupon, Kohl`s, Magna, Monster Worldwide, NVIDIA, Sotheby`s, Wendy`s, Walt Disney, Swiss Re, Societe Generale, Commerzbank, Deutsche Post, Deutsche Telekom, HeidelbergCement, Rhön Klinikum, Siemens, SMA, EADS, adidas, Aegon, Deutz, Evotec, Fielmann, SGL Group, Singulus, Stada, Xing, Rational, Jenoptik, ProSiebenSat.1, Dexia, Swisscom, Colonia Real Estate, Delticom, Gigaset, Jungheinrich, Patrizia Immobilien, Phoenix Solar, Süss MicroTec, TAG Immobilien, Tom Tailor, Tognum, Repsol, Lenovo, Sodexo und Telecom Italia an.

Der deutsche Markt am Mittwoch:

Die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe hat im September nachgegeben. Dies gab das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) auf Basis vorläufiger Berechnungen bekannt. Demnach fiel die Erzeugung im Vergleich zum Vormonat preis-, kalender- und saisonbereinigt um 1,8 Prozent, während sie im Monat zuvor nach revidierten Angaben um 0,4 Prozent gesunken war. Hierbei schrumpfte die Industrieproduktion um 2,3 Prozent.

Munich Re (Muenchener Rueckversicherungs-Gesellschaft) verschlechtern sich gestern um 0,2 Prozent. Der Versicherer hat in den ersten neun Monaten einen Gewinnsprung erzielt. Im dritten Quartal konnte der Gewinn dabei annähernd vervierfacht werden. Zu diesem Ergebnis trug neben einer anhaltend positiven operativen Geschäftsentwicklung auch ein hohes Ergebnis aus Kapitalanlagen bei. Für 2012 erwartet man nun ein höheres Konzernergebnis als bisher angestrebt - vorausgesetzt die Belastungen aus dem Wirbelsturm "Sandy" und weiteren möglichen Großschadenereignissen halten sich im derzeit erwartbaren Rahmen. Des Weiteren tendierten SAP mit 2,1 Prozent im Minus, nachdem der Softwarekonzern eine Unternehmensanleihe über 1,3 Mrd. Euro am Euro-Anleihemarkt erfolgreich platziert hat. Ferner fuhren Volkswagen (Volkswagen vz) um 0,8 Prozent hinterher. Der zum Automobilkonzern gehörende Premium-Hersteller AUDI (Audi) konnte im Oktober mit einem Absatzanstieg aufwarten.

Die EU-Wettbewerbskommission hat die Übernahme der Edelstahlsparte Inoxum von ThyssenKrupp durch den finnischen Wettbewerber Outokumpu unter Auflagen gebilligt. ThyssenKrupp verloren 2,5 Prozent zu. Commerzbank verbesserten sich daneben um 3,2 Prozent. Die Bank plant einem Medienbericht zufolge einen groß angelegten Stellenabbau. Wie es heißt, wird das Kreditinstitut auf dem Investorentag am Donnerstag voraussichtlich härtere Sparmaßnahmen ankündigen, als bislang vermutet. Den Angaben zufolge könnten diesen Plänen insgesamt 5.000 bis 6.000 Stellen zum Opfer fallen. Die rote Laterne wurde unterdessen von Infineon mit einem Minus von 4,8 Prozent getragen, während BMW zuletzt um 0,6 Prozent vorfuhren und damit als einziger Wert im Dax im Plus lagen.

Wichtige Meldungen:

Der amerikanische Nahrungsmittel- und Bananenproduzent Chiquita Brands International Inc. gab am Mittwoch nach US-Börsenschluss bekannt, dass er im dritten Quartal 2012 seinen Verlust ausgeweitet hat. Dabei wurden die Erwartungen der Analysten verfehlt. Der Umsatz fiel dagegen nicht so stark wie erwartet.

Die amerikanische Prudential Financial Inc. , der zweitgrößte Lebensversicherer in den USA, erklärte am Mittwoch nach Börsenschluss, dass das Unternehmen im dritten Quartal einen Verlust erwirtschaftet hat. Außerdem kündigte der Konzern eine Dividendenerhöhung an.

Die amerikanische QUALCOMM Inc. veröffentlichte am Mittwoch nach US-Börsenschluss ihre Zahlen zum vierten Fiskalquartal 2011/12. Der Spezialist für Mobilfunktechnologie konnte dank einer starken Nachfrage nach seinen Chips für mobile Geräte einen deutlichen Umsatz- und Gewinnanstieg verzeichnen und die Analystenerwartungen schlagen.

Der amerikanische Rundfunk- und Medienkonzern CBS Corp. meldete am Mittwoch nach US-Börsenschluss, dass sein Gewinn im dritten Quartal deutlich gestiegen ist. Dabei profitierte man von höheren Lizenzeinnahmen. Die Gewinnerwartungen wurden geschlagen, während der Umsatz unter den Prognosen lag.

Der US-Technologiekonzern Apple Inc. ist zur Zahlung einer Strafe wegen Patentrechtsverletzungen verurteilt worden. Der Technologieriese muss 368,2 Mio. US-Dollar an VirnetX Holding Corp. (Virnetx) bezahlen. (08.11.2012/ac/n/m)

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