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06.12.2012 08:46

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Ausblick: Stärkere Eröffnung erwartet

BASF zu myNews hinzufügen Was ist das?


Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes notierten am Mittwoch mehrheitlich leicht im Plus. Für etwas Ernüchterung sorgten dabei eine nicht ganz so gut verlaufene Anleiheauktion Spaniens sowie verhaltene Einzelhandelsdaten aus Europa. Der DAX gewann zuletzt 0,26 Prozent auf 7.454,55 Punkte. Der MDAX legte um 0,57 Prozent zu auf 11.682,14 Punkte. Für den SDAX ging es derweil um 0,44 Prozent nach oben auf 5.127,86 Zähler, während der TecDAX um 0,14 Prozent auf 834,37 Punkte anstieg.

Asiatische und US-Börsen:

Die US-Leitindizes gingen am Mittwoch angesichts gemischter Konjunkturdaten mit uneinheitlichen Tendenzen aus dem Handel. Im Blick standen zudem die anhaltenden Sorgen im Zusammenhang mit dem US-Haushaltsstreit. So sollen Demokraten einen Plan zum Schuldenabbau, den die Republikaner vorgelegt haben, abgelehnt haben. Der Dow Jones gewann 0,64 Prozent auf 13.034,41 Zähler. Der NASDAQ Composite präsentierte sich mit einem Minus von 0,77 Prozent bei 2.973,70 Zählern, während der S&P 500 einen Aufschlag von 0,16 Prozent auf 1.409,28 Punkte verzeichnete.Die Futures notieren derzeit im Plus. So tendiert der Dow Jones Future bei 12.983,00 Punkten (+50,00 Punkte), der Nasdaq Future bei 2.677,00 Punkten (+12,50 Punkte) und der S&P Future bei 1.411,40 Zählern (+5,90 Punkte).

Die größten Börsen in Asien entwickeln sich angesichts der uneinheitlichen Vorgaben der US-Börsen unterschiedlich. Nach der positiven Entwicklung am letzten Handelstag schloss der Nikkei-Index heute in Tokio mit einem Plus von 0,81 Prozent bei 9.545,16 Punkten.

In China zeigen die Aktienmärkte hingegen rote Vorzeichen. So steht der Hang Seng derzeit mit 0,08 Prozent im Plus bei 22.253,15 Punkten, während der Shanghai Composite um 0,13 Prozent abgibt auf 2.029,24 Punkte.

Der Markt heute:

Der Bund Future steigt bisher um 1,26 Prozent auf 145,09 Punkte.

Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Kursgewinnen starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 7.466 Punkten. Der DAX-Future notiert derzeit bei 7.468,50 Zählern (+0,3 Prozent).

In Deutschland steht heute der Auftragseingang der Industrie an, während in Großbritannien die Handelsbilanz und der BoE Zinsentscheid publiziert wird. In Euroland wird das BIP und der EZB Zinsentscheid veröffentlicht. Aus den USA werden heute die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gemeldet.

Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

Wichtige Quartalszahlen stehen heute bei Bertrandt, Carl Zeiss Meditec, Canadian Imperial Bank of Commerce, Cooper Cos., H&R Block, Korn/Ferry International, National Bank of Canada, Smith & Wesson, Smithfield Foods, Toronto Dominion Bank und UTi Worldwide an.

Der deutsche Markt am Mittwoch:

Merck rückten um 0,6 Prozent vor. Der Pharmakonzern stellte im Rahmen einer Veranstaltung für Analysten und Investoren im französischen Molsheim detaillierte Informationen zu seiner Life-Science-Sparte Merck Millipore vor. So avancierte Merck Millipore mit Gesamterlösen von rund 2,4 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2011 zur zweitgrößten Sparte von Merck. Seit 2009 konnte die Sparte ihren Umsatz nahezu verdreifachen und ihre Profitabilität maßgeblich verbessern. Merck hat zudem mitgeteilt, dass das Unternehmen für die Sparte Merck Millipore ab 2017 Netto-Kosteneinsparungen in Höhe von rund 40 Mio. Euro erwartet. Diese Einsparungen sollen primär durch mehr Effizienz in der Produktion und Logistik erzielt werden, was in den Jahren 2013 bis 2015 zu einmaligen Kosten von rund 160 Mio. Euro führen wird. Bayer meldete indes, dass für Bayer HealthCares neues niedrigdosiertes Levonorgestrel-freisetzendes Intrauterinsystem (IUS) das europäische Zulassungsverfahren erfolgreich abgeschlossen worden ist. Auf Basis dieser positiven Entscheidung werden die zuständigen Behörden in den EU-Mitgliedsstaaten im Verlauf der kommenden Wochen und Monate die nationalen Zulassungen erteilen. Erste Markteinführungen des Produkts werden für das zweite Quartal 2013 erwartet. Die Aktie des Chemie- und Pharmakonzerns gab um 0,2 Prozent nach.

Nokia Siemens Networks (NSN), ein Joint Venture der finnischen Nokia und des Industriekonzerns Siemens , trennt sich im Rahmen der weiteren Fokussierung auf das Kerngeschäft von einem weiteren Unternehmensbereich. So verkauft man die Sparte Business Support Systems (BSS), einen Anbieter von Echtzeit Charging-, Rating-, Policy- und Customer Care-Lösungen für mehr als 130 Kommunikationsdienstleister, an die kanadische Redknee Solutions. Im Rahmen der Transaktion, die im ersten Halbjahr 2013 abgeschlossen werden soll, zahlt Redknee 15 Mio. Euro in bar zum Closing, wobei in den zwölf bis 36 Monaten nach dem Closing weitere bis zu 25 Mio. Euro im Rahmen bestimmter performance-basierter Earn-Out-Vereinbarungen gezahlt werden könnten. Ferner hat Siemens von der DB Schenker Rail Polska S.A., der größten privaten Güterbahn in Polen und Tochter der europäischen DB Schenker Rail, den Auftrag zur Lieferung von 23 Elektrolokomotiven erhalten. Die Auslieferung der 23 Fahrzeuge beginnt sofort und soll bis 2015 abgeschlossen sein. Der Auftragswert für diese Lokomotiven liegt in einem hohen zweistelligen Millionenbereich, hieß es. Siemens verbesserten sich daraufhin um 0,4 Prozent.

Unterdessen stieß die zu BASF gehörende Tochter Wintershall in der niederländischen Nordsee auf Öl. Dabei ist man im Gebiet der Explorationslizenz F17a vor der niederländischen Küste etwa 120 Kilometer nördlich von Den Helder fündig geworden. Die durchgeführten Bohrlochmessungen deuten nach Aussage von Wintershall auf das Vorliegen einer nennenswerten Ölsäule hin. Erste Ressourcenschätzungen gehen von mindestens 30 Millionen Barrel gewinnbaren Öls aus - mit weiterem signifikantem Potenzial. Ferner hat BASF nach Genehmigung durch die Börse in Oslo die Unterlagen für das Übernahmeangebot für die norwegische Pronova BioPharma (Pronova BioPharma AS) veröffentlicht. BASF bietet für jede Pronova-Aktie 12,50 Norwegische Kronen (NOK) in bar. Auf Basis aller ausstehenden Aktien und einschließlich sämtlicher Nettofinanzverbindlichkeiten ergibt sich ein Unternehmenswert von 4.845 Millionen NOK (umgerechnet rund 664 Mio. Euro). BASF verteuerten sich um 0,5 Prozent. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren standen im Dax die Aktien von ThyssenKrupp mit einem Aufschlag von 3 Prozent, während Volkswagen als Schlusslicht 1,1 Prozent an Wert verloren.

Wichtige Meldungen:

Die Deutsche Börse AG (Deutsche Boerse) hat am Mittwoch über Veränderungen in ihren Aktienindizes mit Wirkung zum 27. Dezember 2012 entschieden. Dabei werden die Aktien des Versicherungskonzerns Talanx AG in den SDAX aufgenommen, die Aktien des Medienkonzerns Constantin Medien AG verlassen den Index.

Die Aktie der Apple Inc. gehört am Mittwoch zu den größten Verlierern an der Wall Street. Auslöser sind neuerliche Gerüchte um die Steuerpläne der US-Regierung.

Der Industriekonzern ThyssenKrupp AG hat am Mittwochabend drei Personalveränderungen im Vorstand angekündigt. Demnach hat der Personalausschuss des Aufsichtsrats in enger Abstimmung mit Vorstandschef Heinrich Hiesinger entschieden, dem Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 10. Dezember 2012 vorzuschlagen, die Bestellung der Vorstandsmitglieder Dr. Olaf Berlien (50) und Edwin Eichler (54) sowie Dr. Jürgen Claassen (54) mit Wirkung zum 31. Dezember 2012 aufzuheben. (06.12.2012/ac/n/m)

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