12.12.2012 08:44
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Ausblick: Stärkere Eröffnung erwartet

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes notierten am Dienstag nach einem besser als erwartet ausgefallenen ZEW-Konjunkturindex mehrheitlich in der Gewinnzone. Der DAX gewann zuletzt 0,78 Prozent auf 7.589,75 Punkte. Der MDAX legte um 0,63 Prozent zu auf 11.973,28 Punkte. Für den SDAX ging es derweil um 0,53 Prozent nach oben auf 5.152,63 Zähler, während der TecDAX um 0,13 Prozent auf 832,76 Punkte anstieg.

Asiatische und US-Börsen:

Nach positiven Vorgaben von den europäischen Märkten notierten auch die US-Leitindizes am Dienstag mit deutlichen Zugewinnen und beendeten den Handel mit grünen Vorzeichen. Der Dow Jones gewann abschließend 0,60 Prozent auf 13.248,44 Zähler. Der NASDAQ Composite notierte 1,18 Prozent fester bei 3.022,30 Stellen und der S&P 500 schloss bei 1.427,84 Punkten (+0,65 Prozent). Die Futures notieren derzeit im mehrheitlich im Plus. So tendiert der Dow Jones Future bei 13.282,00 Punkten (+4,00 Punkte), der Nasdaq Future bei 2.687,50 Punkten (+1,75 Punkte) und der S&P Future bei 1.431,30 Zählern (-0,20 Punkte).

Die größten Börsen in Asien entwickeln sich angesichts der positiven Vorgaben der US-Börsen stärker. Nach der negativen Entwicklung am letzten Handelstag schloss der Nikkei-Index heute in Tokio mit einem Plus von 0,59 Prozent bei 9.581,46 Punkten.

In China zeigen die Aktienmärkte ebenfalls grüne Vorzeichen. So steht der Hang Seng derzeit mit 0,70 Prozent im Plus bei 22.479,76 Punkten, während der Shanghai Composite um 0,39 Prozent zulegt auf 2.082,73 Punkte.

Der Markt heute:

Der Bund Future fällt bisher um 0,06 Prozent auf 145,31 Punkte.

Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Kursgewinnen starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 7.591 Punkten. Der DAX-Future notiert derzeit bei 7.595,25 Zählern (+0,0 Prozent).

In Deutschland stehen heute die Verbraucherpreise und der Umsatz im Dienstleistungsbereich an, während in Japan der Auftragseingang im Maschinenbau sowie der Dienstleistungsindex publiziert wird. In Frankreich werden die Verbraucherpreise veröffentlicht, in Großbritannien die Arbeitsmarktdaten und in Euroland die Industrieproduktion. Aus den USA werden heute die Hypothekenanträge, die Im- und Exportpreise, der Ölmarktbericht, der Staatshaushalt und das Fed-Sitzungsergebnis gemeldet.

Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

Wichtige Quartalszahlen stehen heute bei Costco Wholesale, Scholastic, Winnebago, Inditex und SAS an.

Der deutsche Markt am Dienstag:

Wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mitteilte, sind die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland um 22,6 Punkte gestiegen und stehen nun bei 6,9 Punkten. Hiermit steht der Indikator zum ersten Mal seit Mai 2012 im positiven Bereich. Der deutliche Anstieg des Indikators drückt die Erwartung der Finanzmarktexperten aus, dass sich die Konjunktur in Deutschland bis zum Frühsommer 2013 stabilisiert. Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland hat sich im Dezember praktisch nicht verändert. Der entsprechende Indikator steigt um 0,3 Punkte und notiert nun bei 5,7 Punkten. Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone sind im Dezember ebenfalls gestiegen. Der entsprechende Indikator steigt um 10,2 Punkte gegenüber dem Vormonat und liegt nun bei 7,6 Punkten. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum ist im Dezember beinahe unverändert und befindet sich nun bei -79,9 Punkten (+0,4 Punkte zum Vormonat). Unterdessen hat das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) seine BIP-Prognose für 2013 nach unten korrigiert. Dabei würden schwächelnde Exporte die Konjunktur im nächsten Jahr dämpfen. So erwartet das Institut für 2013 ein Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um nur noch 0,3 Prozent; nach einem Zuwachs um 0,7 Prozent im laufenden Jahr. Damit ist das Institut skeptischer als bei seiner Prognose vom September, als für 2013 noch ein Zuwachs von 1 Prozent vorhergesagt worden war.

Die deutschen Großhandelsverkaufspreise sind derweil im November nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit verlangsamtem Tempo angestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterten die Preise um 3,2 Prozent, nach Zuwächsen von 4,6 Prozent im Oktober und 4,9 Prozent im November 2011. Die um 2,2 Prozent höheren Preise im Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen hatten einen wesentlichen Anteil an der Preisveränderung gegenüber dem Vorjahresmonat. Gegenüber dem Vormonat gingen sie aber um 4,0 Prozent zurück. Ferner gingen die Großhandelspreise binnen Monatsfrist um 0,7 Prozent zurück, während sie im Oktober um 0,6 Prozent gefallen und im November 2011 um 0,7 Prozent gestiegen waren.

Im Blickfeld der Investoren standen im Dax die Anteilsscheine von ThyssenKrupp , die als bester Wert um 5,6 Prozent nach oben schossen. Der Industriekonzern hat bereits am Vortag Wertberichtigungen in Milliardenhöhe bei Steel Americas angekündigt. Zudem wurde erklärt, aufgrund eines Milliardenverlusts für das abgelaufene Geschäftsjahr keine Dividendenzahlung vorzunehmen. Wegen des fortgeschrittenen Stadiums des Verkaufsprozesses der Werke in Brasilien und den USA wurde die Business Area für das Geschäftsjahr 2011/2012 als nicht fortgeführte Aktivität ausgewiesen. In diesem Zusammenhang wurden zudem Wertberichtigungen in Höhe von 3,6 Mrd. Euro bei Steel Americas vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2011/2012 musste ThyssenKrupp bei seinen fortgeführten Aktivitäten (ohne Inoxum und Steel Americas) einen rückläufigen Auftragseingang ausweisen. Auch der Umsatz der fortgeführten Aktivitäten lag unter dem vergleichbaren Vorjahreswert. Das bereinigte EBIT der fortgeführten Aktivitäten halbierte sich. Der Jahresfehlbetrag des Gesamtkonzerns betrug -5,0 Mrd. Euro und erhöhte sich um -3,2 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahreswert. Der Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG am Jahresfehlbetrag betrug -4,7 Mrd. Euro bzw. -194 Mio. Euro für das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten.

Für Volkswagen (Volkswagen vz) ging es um 1,2 Prozent nach oben. Der Autobauer konnte im November bei seiner Kernmarke mit einem deutlichen Absatzanstieg von 11,5 Prozent aufwarten. Unterdessen erweitert die zum Automobilhersteller Daimler gehörende Sparte Daimler Trucks die Produktion bei der Detroit Diesel Corp. am Standort Redford im US-Bundesstaat Michigan. Wie schon am Vortag mitgeteilt wurde, wird die Nutzfahrzeugtochter insgesamt 120 Mio. US-Dollar in den Ausbau der Produktion am Standort Redford investieren. Das Papier fuhr um 1,5 Prozent vor.

Wichtige Meldungen:

Die Deutsche Bank AG wird ihr Schweiz-Geschäft umbauen. Dies berichtet die Schweizer "Handelszeitung" am Dienstag in ihrer Online-Ausgabe.

Der israelische Generikahersteller Teva Pharmaceutical Industries Ltd. sieht sich einer Umstrukturierung und Kosteneinsparungen gegenüber. Dies erklärte Teva-CEO Jeremy Levin am Dienstag gegenüber Analysten und Investoren. (12.12.2012/ac/n/m)

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07.02.2017Daimler SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
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