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14.12.2012 08:44

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Ausblick: Stärkere Eröffnung erwartet

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Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Nachdem der Leitindex DAX gestern den höchsten Stand seit fast fünf Jahren erreicht hatte, ging es für die wichtigsten deutschen Aktienindizes am Donnerstag nach unten. Die Anleger nahmen Gewinne mit. Der Dax verlor zuletzt 0,43 Prozent auf 7.581,98 Punkte. Der MDAX gab um 0,24 Prozent nach auf 11.923,99 Punkte. Für den SDAX ging es derweil um 0,12 Prozent nach unten auf 5.199,06 Zähler, während der TecDAX um 0,30 Prozent auf 833,28 Punkte verlor.

Asiatische und US-Börsen:

Die US-Leitindizes schlossen den Donnerstaghandel in der Verlustzone ab, nachdem sich Anzeichen verdichtet hatten, dass die US-Politiker im Haushaltsstreit keine nennenswerten Fortschritte erzielt haben. Der Dow Jones verlor 0,55 Prozent auf 13.172,11 Zähler. Der NASDAQ Composite präsentierte sich mit einem Minus von 0,72 Prozent bei 2.992,16 Zählern, während der S&P 500 einen Abschlag von 0,63 Prozent auf 1.419,50 Punkte verzeichnete. Die Futures notieren derzeit mehrheitlich im Minus. So tendiert der Dow Jones Future bei 13.183,00 Punkten (+26,00 Punkte), der Nasdaq Future bei 2.651,75 Punkten (-18,50 Punkte) und der S&P Future bei 1.418,10 Zählern (-9,10 Punkte).

Die größten Börsen in Asien entwickeln sich angesichts der negativen Vorgaben der US-Börsen unterschiedlich. Nach der positiven Entwicklung am letzten Handelstag schloss der Nikkei-Index heute in Tokio mit einem Minus von 0,05 Prozent bei 9.737,56 Punkten.

In China zeigen die Aktienmärkte dagegen grüne Vorzeichen. So steht der Hang Seng derzeit mit 0,65 Prozent im Plus bei 22.592,14 Punkten, während der Shanghai Composite um 4,32 Prozent zulegt auf 2.150,62 Punkte.

Der Markt heute:

Der Bund Future fällt bisher um 0,05 Prozent auf 144,98 Punkte.

Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Kursgewinnen starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 7.601 Punkten. Der DAX-Future notiert derzeit bei 7.589,75 Zählern (+0,2 Prozent).

In Deutschland stehen heute die Kommunalen Finanzen an, während in Japan der Tankan-Bericht publiziert wird. In Euroland werden die ACEA Kfz-Neuzulassungen, die Beschäftigung und die Verbraucherpreise veröffentlicht. Aus den USA werden heute die Verbraucherpreise sowie und die Industrieproduktion/Kapazitätsauslastung gemeldet.

Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

Wichtige Quartalszahlen stehen heute keine an.

Der deutsche Markt am Donnerstag:

Das ifo Institut für Wirtschaftsforschung veröffentlichte seine Konjunkturprognose 2012/2013 und hat dabei die BIP-Prognose 2013 für Deutschland deutlich nach unten korrigiert. Die Eurokrise verzögere demnach den Aufschwung. Im Jahresdurchschnitt 2013 dürfte demnach das reale Bruttoinlandsprodukt, bei einem Unsicherheitsintervall (2/3 Wahrscheinlichkeit) von -0,6 bis 2,0 Prozent, daher nur um 0,7 Prozent (bisherige Prognose: 1,3 Prozent) zunehmen. Getragen von der Binnennachfrage dürfte die Konjunktur im kommenden Jahr wieder an Fahrt gewinnen, sofern die Europäische Schuldenkrise nicht erneut eskaliert. Der Beschäftigungsaufbau wird dabei aber noch nicht nennenswert in Gang kommen. Laut dem Institut dürfte das reale Bruttoinlandsprodukt im Durchschnitt von 2012 den Vorjahresstand nur um 0,7 Prozent übertreffen.

Die Aktie der Deutschen Bank fiel als Schlusslicht im DAX um 2,7 Prozent zurück, nachdem der Konzern einen enttäuschenden Ausblick auf das vierte Quartal gegeben hatte. Nach Aussage der Deutschen Bank war das Schlussquartal bislang von einem anhaltend schwierigen makroökonomischen Umfeld geprägt, verbunden mit geringer Volatilität und der üblichen saisonalen Abkühlung. Die Ergebnisse des vierten Quartals werden Unternehmensangaben zufolge mehrere Sonderposten enthalten, die sich signifikant negativ auf den Gewinn im Schlussquartal auswirken werden.

Fresenius Medical Care gaben derweil um 0,2 Prozent nach. Der Dialysespezialist teilte mit, dass eine Gruppe von Patientenanwälten am 12. Dezember 2012 einen Prozessantrag gegen das Unternehmen gestellt hat. So sollen demnach die in den USA anhängigen Produkthaftungsklagen gegen seine nordamerikanische Tochter Fresenius Medical Care Holdings Inc. (Fresenius Medical Care Nordamerika) bei den US-Justizbehörden in Boston (Massachussets) zusammengeführt werden. Diese Klagen beziehen sich auf unzureichende Hinweise zu möglichen Nebenwirkungen auf den Etiketten der Dialyselösungen NaturaLyte und GranuFlo. Das Unternehmen geht davon aus, dass diese Klagen unbegründet sind, und beabsichtigt, sich mit allen gebotenen rechtlichen Möglichkeiten energisch zu verteidigen.

Wichtige Meldungen:

Der amerikanische Software-Konzern Adobe Systems Inc. gab am Donnerstag nach US-Börsenschluss seine Ergebnisse zum vierten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2011/12 bekannt. Dabei konnten sowohl die Umsatz- als auch die Gewinnerwartungen übertroffen werden.

Der kanadische Öl- und Erdgaskonzern EnCana Corp. gab am Donnerstag bekannt, dass das Unternehmen eine Vereinbarung über ein Joint Venture mit dem chinesische Ölgigant PetroChina Co. Ltd. geschlossen hat. (14.12.2012/ac/n/m)

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