19.12.2012 08:46
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Ausblick: Stärkere Eröffnung erwartet

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes verzeichneten im Mittwochhandel Zugewinne. Dabei stützten Anzeichen auf Fortschritte im Zusammenhang mit dem US-Haushaltsstreit. Der DAX gewann zuletzt 0,64 Prozent auf 7.653,58 Punkte. Der MDAX legte um 0,51 Prozent zu auf 12.008,57 Punkte. Für den SDAX ging es derweil um 0,46 Prozent nach oben auf 5.250,20 Zähler, während der TecDAX um 0,83 Prozent auf 833,78 Punkte anzog.

Asiatische und US-Börsen:

Die US-Leitindizes zeigten sich am Dienstag vor dem Hintergrund erfreulicher Konjunkturdaten und gesteigerter Hoffnungen auf eine Lösung im US-Haushaltsstreit mit Aufschlägen. Der Dow Jones gewann 0,87 Prozent auf 13.351,53 Zähler. Der NASDAQ Composite präsentierte sich mit einem Plus von 1,46 Prozent bei 3.054,53 Zählern, während der S&P 500 einen Aufschlag von 1,15 Prozent auf 1.446,78 Punkte verzeichnete. Die Futures notieren derzeit im Plus. So tendiert der Dow Jones Future bei 13.288,00 Punkten (+12,00 Punkte), der Nasdaq Future bei 2.704,50 Punkten (+3,00 Punkte) und der S&P Future bei 1.442,70 Zählern (+1,60 Punkte).

Die größten Börsen in Asien entwickeln sich angesichts der guten Vorgaben der US-Börsen überwiegend stärker. Nach der positiven Entwicklung am letzten Handelstag schloss der Nikkei-Index heute in Tokio mit einem Plus von 2,39 Prozent bei 10.160,40 Punkten.

In China zeigen die Aktienmärkte unterschiedliche Vorzeichen. So steht der Hang Seng derzeit mit 0,44 Prozent im Plus bei 22.593,91 Punkten, während der Shanghai Composite um 0,01 Prozent abgibt auf 2.162,24 Punkte.

Der Markt heute:

Der Bund Future fällt bisher um 0,09 Prozent auf 144,28 Punkte.

Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Kursgewinnen starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 7.672 Punkten. Der DAX-Future notiert derzeit bei 7.668,00 Zählern (+0,1 Prozent).

In Japan stehen heute die BoJRatssitzung, der All-Industry-Index und die Frühindikatoren an, während in Deutschland der ifo Geschäftsklimaindex publiziert wird. In Euroland wird die EZB Leistungsbilanz und die Produktion im Baugewerbe veröffentlicht. Aus den USA werden heute die Hypothekenanträge, die Wohnbaubeginne und -genehmigungen sowie der Ölmarktbericht gemeldet.

Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

Wichtige Quartalszahlen stehen heute bei Accenture, Actuant, Bed Bath & Beyond, FedEx, General Mills, Jabil Circuit, Navistar International, Paychex, Steelcase und TUI an.

Der deutsche Markt am Dienstag:

E.ON (EON SE) stiegen um 0,4 Prozent. Der Versorger teilte mit, dass E.ON Energy Projects und der Erdgasversorger WINGAS auf Energieeffizienz setzen und zusammen eine hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplungs (KWK)-Anlage an der Anlandestation der Ostsee-Pipeline Nord Stream in Lubmin bei Greifswald bauen. Siemens verbesserten sich daneben um 0,5 Prozent, nachdem der Technologiekonzern schon am Vortag meldete, dass Siemens Energy von Florida Power & Light (FPL) einen Auftrag für weitere drei Gasturbinen des Typs SGT6-8000H inklusive der zugehörenden Generatoren erhalten hat. Ansonsten standen im Dax Banktitel hoch im Kurs. So konnten sich Commerzbank mit einem Aufschlag von 3,7 Prozent an die Indexspitze setzen, während Deutsche Bank um 2,2 Prozent zulegten. Gleichzeitig liefen adidas am Indexende mit einem Abschlag von 1 Prozent hinterher.

Dürr (Duerr) baut im Zuge der hohen Nachfrage aus der Automobilindustrie sein Geschäft mit Software für die Produktion aus. Die Aktie des Maschinen- und Anlagenbauers stieg daraufhin im MDAX um 4,7 Prozent. An zweiter Stelle legten Wacker Chemie um 4,3 Prozent zu, während auf dem letzten Platz ProSiebenSat.1 Media 2 Prozent an Wert verloren.

Zahlen wurden derweil aus dem SDAX gemeldet. Der Energieversorger MVV Energie verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz eines soliden Umsatzwachstums einen Ergebnisrückgang. Die Entwicklung der Gruppe wird im abgelaufenen Geschäftsjahr wie in den kommenden Jahren in starkem Maße beeinflusst durch die hohen Zukunftsinvestitionen, die erst nach Inbetriebnahme der Anlagen positive Ergebnisbeiträge liefern können, hieß es. Für das laufende Geschäftsjahr 2012/13 geht man bei normalem Witterungsverlauf davon aus, beim Umsatz das Rekordniveau des abgelaufenen Geschäftsjahres weiter steigern zu können. Hauptgründe dafür sind neben dem Ausbau des Wind-, Biomasse- und Biomethangeschäfts Mengensteigerungen durch den Ausbau der Fernwärme an den deutschen und tschechischen Standorten sowie durch den bundesweiten Strom- und Gasvertrieb und durch das Strom- und Gasportfoliomanagement. Bei der Ergebnisentwicklung strebt MVV Energie bei anhaltend niedrigen Erzeugungsmargen und vor dem Hintergrund des Wegfalls der bisher kostenlosen Zuteilung von CO2-Emissionszertifikaten aus operativer Sicht ein konstantes Adjusted EBIT in einer Größenordnung um 220 Mio. Euro an. Das Papier verschlechterte sich um 3,8 Prozent.

Wichtige Meldungen:

Der amerikanische Software-Konzern Oracle Corp. präsentierte am Dienstagabend nach US-Börsenschluss die Ergebnisse für das zweite Geschäftsquartal. Dabei konnten sowohl die Umsatz- als auch die Gewinnerwartungen übertroffen werden.

Die freenet AG gab am Dienstag bekannt, dass sie Gravis übernimmt und damit einer der größten Partner des US-Technologiekonzerns Apple Inc. in Deutschland wird. (19.12.2012/ac/n/m)

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