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Dell Aktie [WKN: 121092 / ISIN: US24702R1014]

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29.05.2009 08:42

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Ausblick: Stärkere Eröffnung erwartet, US-BIP steht zur Veröffentlichung an


Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der deutsche Aktienmarkt musste am Donnerstag deutlich Federn lassen. Der Dax schloss 1,36 Prozent schwächer bei 4.932,88 Indexpunkten. Für den MDAX ging es gleichzeitig um 1,84 Prozent abwärts auf 5.767,29 Zähler. Der SDAX verlor daneben 0,39 Prozent auf 2.866,21 Punkte. Der TecDax gab am Ende 2,29 Prozent ab auf 628,30 Zähler.

Wie die Bundesagentur für Arbeit gestern mitteilte, hat sich die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im Mai reduziert. Auf Monatssicht sank die Zahl der Arbeitslosen um rund 127.000 auf insgesamt 3.458.000 Menschen. Saisonbereinigt ergab sich praktisch keine Veränderung (+1.000). Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Zahl der Arbeitslosen um 175.000 Personen. Laut Angaben des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) haben die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer im April erneut einen kräftigen Rückgang bei der Auftragslage verzeichnet. So brach der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahresmonat um real 58 Prozent ein, nach einem Minus von 35 Prozent im März. Dagegen haben sich im Mai sowohl die Wirtschaftsstimmung in der EU wie auch das Geschäftsklima in der Eurozone verbessert.

Nach der schwachen Entwicklung am Mittwoch konnte die Wall Street gestern zunächst etwas zulegen. Beim Dow Jones war zum Xetra-Schluss ein Aufschlag von 0,3 Prozent auszumachen. Der Nasdaq Composite lag leicht im Plus. Wie das Handelsministerium in Washington mitteilte, sind die US-Auftragseingänge langlebiger Güter im April um 1,9 Prozent und damit stärker als erwartet angewachsen. Daneben hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der Vorwoche verbessert. So sank die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 13.000 auf 623.000, während Volkswirte im Vorfeld nur eine Abnahme auf 628.000 prognostiziert hatten. Vom Immobilenmarkt kamen indes enttäuschende Daten. Nach Angaben des Handelsministeriums ist die Zahl der Verkäufe neuer Häuser in den USA im April um 0,3 Prozent auf 352.000 gestiegen. Marktbeobachter hatten zuvor einen Wert von 360.000 erwartet.

Belastet von den enttäuschenden Maschinenbaudaten sackten MAN mit am DAX-Ende um 3,7 Prozent ab. Die Aktie der Deutschen Post fiel um 3,1 Prozent zurück. Dabei wird der Konzern einem Pressebericht zufolge sein Steuerprivileg weiter behalten können. Demnach habe die Bundesregierung die Verhandlungen über ein Auslaufen der Befreiung von der Umsatzsteuer abgebrochen, womit das geplante Gesetz zur Umsatzsteuer auf Postdienstleistungen erst einmal vom Tisch sei. Kursabschläge in ähnlicher Größenordnung waren außerdem bei der Deutschen Bank, BMW und Daimler auszumachen. Anteilsscheine der Deutschen Telekom, deren Großkundensparte ihre Marktposition in Spanien durch die Übernahme des IT-Dienstleisters Metrolico verstärkt hat, schlossen 1,4 Prozent leichter. METRO gaben daneben 0,8 Prozent ab. Der niederländische Einzelhandelskonzern Ahold hat im Auftaktquartal rund 24 Prozent weniger verdient und die Erwartungen verfehlt. Einem Pressebericht zufolge ist die Deutsche Lufthansa an einem Einstieg bei der polnischen Airline LOT interessiert und hat diesbezüglich bereits entsprechende Sondierungsgespräche geführt. Das Papier der Lufthansa schloss 0,5 Prozent schwächer. Der Stahlkonzern ThyssenKrupp, dessen Aktie 0,3 Prozent abgab, ist Presseangaben zufolge derzeit auf der Suche nach einem Partner für den notleidenden Handelschiffbau. Zudem bekräftigte der Vorstandsvorsitzende Ekkehard Schulz auch das Interesse an einer Kooperation europäischer Hersteller im Edelstahlgeschäft. Hier bestehe bislang allerdings ein unüberwindliches Kartellhindernis. Deutliche Kursgewinne waren indes bei Merck (+1,5 Prozent), K+S (+1,1 Prozent) und Linde (+1 Prozent) auszumachen.

Die Banken des im MDAX gelisteten Automobilzulieferers Continental (-2,7 Prozent) wollen Presseangaben zufolge gemeinsam verhindern, dass der Konzern seinen Wettbewerber Schaeffler komplett schluckt und damit verhindern, dass Contis Verschuldungsniveau weiter steigt. Ursprünglich hatte Schaeffler eine Übernahme von Conti geplant. Arcandor gingen mit +3,4 Prozent in den Feierabend. SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier und Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) zeigten sich einem Pressebericht zufolge offen für Hilfen für Arcandor. Ziel der SPD sei, dass die Warenhaustochter Karstadt später auf Augenhöhe mit Kaufhof zu einer Deutschen Warenhaus AG fusioniert werden könne.

Im TecDAX sackten gestern Infineon um 7,1 Prozent ab. Hier sorgte ein Pressebericht für Furore, dem zufolge das Unternehmen eine staatliche Bürgschaft über rund 500 Mio. Euro beantragt hat. Daneben stachen SOLON mit -5,2 Prozent und Roth & Rau mit -4,9 Prozent aus der Masse. Auf der anderen Seite gewannen IDS Scheer 5,2 Prozent, gefolgt von Conergy und Bechtle.

Asiatische und US-Börsen:

Die US-Leitindizes beendeten den Handel am Donnerstag mit Gewinnen. Während der Dow Jones mit 8.403,80 Punkten um 1,25 Prozent zunahm, zog die NASDAQ um 1,20 Prozent auf 1.751,79 Zähler an. Der S&P 500 kletterte um 1,54 Prozent und schloss bei 906,83 Zählern. Die Futures notieren derzeit uneinheitlich. So tendiert der Dow Jones Future bei 8.390,00 Punkten (+6,00 Punkte), der NASDAQ Future bei 1.417,00 Punkten (-1,25 Punkte) und der S&P Future bei 905,90 Zählern (+0,80 Punkte).

Die größten Börsen in Asien entwickeln sich heute infolge der guten Entwicklung der US-Börsen freundlich. Nach der positiven Entwicklung des vorangegangenen Handelstages notiert der Nikkei-Index heute in Tokio mit einem Plus von 0,42 Prozent bei 9.490,75 Punkten.

In China zeigen die Aktienmärkte ebenfalls grüne Vorzeichen. So steht der Hang Seng derzeit mit 0,46 Prozent im Plus bei 17.967,31 Punkten.

Der Markt heute:

Der Bund Future steigt bisher um 0,08 Prozent auf 119,21 Punkte.

Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Gewinnen starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 4.982 Punkten. Der DAX-Future notiert derzeit bei 4.975,75 Zählern (+0,1 Prozent).

In Deutschland steht heute der Einzelhandelsumsatz zur Veröffentlichung an. Ferner werden in Japan die Industrieproduktion, Arbeitsmarktdaten und Verbraucherpreise, in Italien Verbraucherpreise und Erzeugerpreise, in Frankreich die Erzeuger- und Importpreise sowie in der EU die Arbeitsmarktdaten und Inflation bekannt gegeben. Aus den USA werden heute das BIP und die Verbraucherstimmung gemeldet.

Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

Quartalszahlen stehen heute bei Royal Bank Of Canada, Tiffany & Co., Advanced Photonics Technologies AG, Arcandor AG, biolitec AG, bmp AG, C.A.T. Oil AG, CTS EVENTIM AG, InVision Software AG, ISRA VISION AG, TRIA IT-solutions AG und TV-Loonland AG an.

Wichtige Meldungen:

Die Bank of Nova Scotia (Scotiabank) , die drittgrößte Bankgesellschaft in Kanada, gab am Donnerstag bekannt, dass sie im zweiten Fiskalquartal 2008/09 einen Gewinnrückgang hinnehmen musste.

Die amerikanische Dell Inc. (ISIN US24702R1014/ WKN 121092) hat am Donnerstag nach US-Börsenschluss die Zahlen zum ersten Fiskalquartal 2009/10 vorgelegt. Dabei musste der zweitgrößte PC-Hersteller der Welt Einbußen bei Umsatz und Gewinn hinnehmen. Während der Umsatz enttäuschte, konnten die Gewinnerwartungen der Analysten erneut übertroffen werden.

Aktuellen Presseberichten zufolge wird nach dem Scheitern des Opel-Gipfels im Berliner Kanzleramt nun im Geheimen verhandelt.

Der US-Automobilhersteller General Motors Corp. (GM) (ISIN US3704421052/ WKN 850000) hat mit einem Teil seiner Gläubiger überraschend einen Vergleich erzielt. (29.05.2009/ac/n/m)

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