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Deutsche Post Aktie [WKN: 555200 / ISIN: DE0005552004]

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25.05.2009 08:40

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Ausblick: Stärkere Eröffnung erwartet, ifo Geschäftsklimaindex steht an


Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Standardwerte konnten zum Wochenausklang mehrheitlich zulegen. Nach den herben Verlusten am Donnerstag gewann der Dax am Freitag 0,37 Prozent auf 4.918,75 Indexpunkte. Der MDAX verlor indes 0,48 Prozent auf 5.812,94 Zähler. Für den SDAX ging es um 0,34 Prozent auf 2.887,91 Punkte nach oben. Der TecDax zog um 1,55 Prozent an auf 623,85 Zähler.

An der Leitbörse in New York waren zum Xetra-Schluss Erholungstendenzen auszumachen. Die Pleite der größten Bank in Florida, BankUnited, wurde dabei offenbar nur am Rande wahrgenommen.

Die Anleger folgten einem positiven Analystenkommentar zum Salz- und Düngemittelkonzern K+S und verhalfen dem Titel mit einem Plus von 5,2 Prozent an die DAX-Spitze. Auf den Plätzen zwei und drei verteuerten sich Salzgitter um 4,2 Prozent und METRO um 3,3 Prozent. Deutliche Zuwächse waren außerdem bei der Hannover Rück, E.ON und der Deutschen Post auszumachen. Siemens schlossen ein halbes Prozent fester. Der Industriekonzern investiert 60 Mio. Euro und will künftig auch in der Volksrepublik China Windenergieanlagen fertigen. Der neue Standort soll in der zweiten Hälfte 2010 seinen Betrieb aufnehmen und zunächst 400 Mitarbeiter beschäftigen. Anteilsscheine der Deutschen Lufthansa kamen indes nicht vom Fleck. Der britische Mitbewerber British Airways hat im abgelaufenen Fiskaljahr tiefrote Zahlen geschrieben. Die im FTSE 100 gelistete Aktie ging mit -3,8 Prozent aus dem Handel. Mit einem Abschlag von 2,3 Prozent bildeten MAN das Schlusslicht. Henkel gaben nach einem negativen Analystenkommentar 1,9 Prozent ab. In die Liste der größten Verlierer reihten sich außerdem BMW, Bayer und Merck.

Der im MDAX gelistete Baukonzern HOCHTIEF setzt Presseangaben zufolge mitten in der Krise auf eine neue Wachstumsphase und erwägt dabei auch Übernahmen. Der Wert gewann 0,6 Prozent. Im Ringen um die beiden hoch verschuldeten Automobilzulieferer Continental und Schaeffler zeichnet sich Presseangeben zufolge eine Übernahme eines großen Aktienpakets durch die Banken ab. Das Szenario sehe derzeit als bevorzugte Variante vor, dass Conti das operative Geschäft von Schaeffler kauft, wobei die Schaeffler-Banken den nötigen Kredit stellen würden. Damit würde ein Teil der Forderungen der Großbanken an die Schaeffler-Gruppe auf die dann kombinierte Gruppe umgeleitet, was mehr Spielraum für Transaktionen eröffnen würde. Die Aktie von Continental gewann zeitweise knapp 7 Prozent. Am Ende blieb ein Plus von 0,3 Prozent. Anteile von Arcandor fielen um 1,8 Prozent zurück. Laut einem Pressebericht drängt der Konzern weiter auf Staatshilfe. Eine Deutsche Warenhaus AG sei keine Alternative zum Antrag auf eine Staatsbürgschaft, so Arcandor-Vorstandschef Karl-Gerhard Eick. Arcandor und der Düsseldorfer METRO-Konzern prüfen nach eigenen Angaben den Zusammenschluss ihrer Tochterunternehmen Karstadt und Kaufhof.

Mit einem 6,4-prozentigen Kurssprung setzten sich MorphoSys an die TecDAX-Spitze. Auch AIXTRON (+5,9 Prozent), Drägerwerk (+5,5 Prozent) und freenet (+5,1 Prozent) standen weit oben auf der Einkaufliste der Anleger. Titel des Solarschwergewichts SolarWorld kletterten um 4,8 Prozent. Dagegen fielen Nordex um 3,9 Prozent zurück. Der Windanlagenspezialist hat im Auftaktquartal einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Belastet durch Strukturkosten brach der Überschuss von 5,7 Mio. Euro auf 0,5 Mio. Euro ein. Dagegen verbesserten sich die Erlöse um 17 Prozent auf 233 Mio. Euro. Der Konzern geht weiterhin von einem Umsatzwachstum auf über 1,2 Mrd. Euro im Gesamtjahr aus. Vor allem wegen der gestiegenen Strukturkosten erwartet die Gesellschaft für 2009 allerdings einen Rückgang der Rentabilität.

Asiatische und US-Börsen:

Die US-Leitindizes beendeten den Handel am Freitag mit Verlusten. Während der Dow Jones mit 8.277,32 Punkten um 0,18 Prozent abnahm, ging die Nasdaq um 0,19 Prozent auf 1.692,01 Zähler zurück. Der S&P 500 fiel um 0,15 Prozent und schloss bei 887,00 Zählern. Die Futures notieren derzeit im Plus. So tendiert der NASDAQ Future bei 1.365,60 Punkten (+0,4 Prozent) und der S&P Future bei 888,90 Zählern (+0,5 Prozent).

Die größten Börsen in Asien entwickeln sich heute angesichts der schlechten Entwicklung der US-Börsen uneinheitlich. Nach der negativen Entwicklung des vorangegangenen Handelstages notiert der Nikkei-Index heute in Tokio mit einem Plus von 1,26 Prozent bei 9.341,87 Punkten.

In China zeigen die Aktienmärkte unterschiedliche Vorzeichen. So steht der Hang Seng derzeit mit 0,64 Prozent im Minus bei 16.953,61 Punkten, während der Shanghai Composite um 0,08 Prozent zulegt auf 2.599,71 Punkte.

Der Markt heute:

Der Bund Future fällt bisher um 0,04 Prozent auf 119,89 Punkte.

Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute kaum verändert starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 4.924 Punkten. Der DAX-Future notiert derzeit bei 4.920,75 Zählern (+0,5 Prozent).

In Deutschland steht heute der ifo Geschäftsklimaindex zur Veröffentlichung an. Ferner wird in Japan der Index der gesamtwirtschaftlichen Aktivität und der Monatsbericht der BoJ bekannt gegeben. Aus den USA werden heute infolge des Feiertags (Memorial Day) keine marktbewegenden Konjunkturdaten gemeldet.

Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

Quartalszahlen stehen heute bei Highlight Communications AG an.

Wichtige Meldungen:

Aktuellen Presseberichten zufolge verschärft die Deutsche Post AG die Auseinandersetzung mit der Gewerkschaft Verdi. So will Briefvorstand Jürgen Gerdes notfalls auch ohne Zustimmung der Arbeitnehmervertretung eine Senkung der Personalkosten durchsetzen.

Aktuellen Presseberichten zufolge kann das Land Nordrhein-Westfalen nach Aussage seines Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers dem Konzept des kanadisch-österreichischen Autozulieferers Magna International Inc. (ISIN CA5592224011/ WKN 868610) zur Übernahme des angeschlagenen Autobauers Opel, einer Tochter des kurz vor der Insolvenz stehenden US-Automobilkonzerns General Motors Corp. (GM) (ISIN US3704421052/ WKN 850000) nicht zustimmen.

Die amerikanische Johnson & Johnson (ISIN US4781601046/ WKN 853260) gab am Freitag die Übernahme des amerikanischen Biotech-Unternehmens Cougar Biotechnology Inc. bekannt. (25.05.2009/ac/n/m)

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