08.01.2013 17:48
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BMW will 2013 stärker wachsen als der Markt

Ausblick auf 2013
BMW ist nach einer Absatzbestmarke im vergangenen Jahr auf der Jagd nach einem neuerlichen Rekord.
"Unser junges Produktportfolio macht uns Hoffnung für 2013", sagte Finanzchef Friedrich Eichiner in einem Interview mit dem Wall Street Journal Deutschland. "Wir sollten davon profitieren. Deshalb wollen wir weltweit auch stärker wachsen als der gesamte Markt".

   Experten rechnen damit, dass die weltweiten Automobilverkäufe 2013 um rund 3 Prozent zulegen werden. Auch in diesem Jahr wird automobiles Wachstum nach Aussage Eichiners dabei außerhalb Europas stattfinden: "Der chinesische Gesamtmarkt wird 2013 aus unserer Sicht voraussichtlich um 6 Prozent zulegen". In den USA werde es wohl rund 5 Prozent Wachstum geben. In Europa sei dagegen mit einem weiteren Rückgang der Verkaufszahlen um rund 3 Prozent zu rechnen.

   Im Jahr 2012 stellte BMW trotz der schwierigen Bedingungen auf dem alten Kontinent den dritten Verkaufsbestwert nacheinander auf. Deutliche Zuwächse vor allem in China und den USA trieben den globalen Absatz der Münchener um rund 11 Prozent auf knapp 1,85 Millionen Autos in die Höhe. "Die weltweite Nachfrage nach unseren Produkten ist nach wie vor gut", sagte Eichiner.

   Auch mit der Entwicklung der Ertragslage zeigte er sich zufrieden: "Unser Ziel einer Rendite im Automobilgeschäft am oberen Ende des Korridors von 8 bis 10 Prozent haben wir mit großer Sicherheit erreicht". Wo es 2013 mit dem Ergebnis hingehen könnte, wollte Eichiner noch nicht verraten. Anspruch sei es aber, mit den Verkäufen den Gewinn zu steigern. Belasten werden nach seiner Aussage allerdings zusätzliche Investitionen in Höhe von 1 Milliarde Euro in Zukunftsthemen wie die Elektromobilität und den Leichtbau.

   Keine "großen Sorgen" machen dem Finanzchef in diesem Jahr mögliche Währungsschwankungen. "Gegenüber den Hauptwährungen sind wir bereits zu mehr als 50 Prozent gehedgt". BMW sichere sich systematisch gegen Wechselkursschwankungen ab und spekuliere nicht. "Langfristig gesehen hat sich diese Strategie bezahlt gemacht".

   Am Ziel, 2016 erstmals die magische Marke von insgesamt 2 Millionen Verkäufen zu knacken, hält Eichiner fest. Er sieht aber Luft nach oben: "Ich würde mich natürlich über eine weiterhin positive Entwicklung freuen. Die Chance ist durchaus da". Man müsse allerdings erst einmal abwarten, wie sich die Situation in Europa entwickele.

   Die vorhandenen Kapazitäten will BMW auf dem Weg dorthin mit Bedacht ausbauen. Die Gefahr, Überkapazitäten aufzubauen, sieht Eichiner nicht: "Erst wenn die Nachfrage groß genug ist, folgen auch die Produktionskapazitäten". Einen der nächsten Schritte bei der Auslandsexpansion könnte BMW auf dem wachsenden russischen Markt machen: "Wir sind in Russland in Gesprächen hinsichtlich unserer zukünftigen Produktionskapazitäten vor Ort", sagte Eichiner. Es sei zwar noch keine Entscheidung gefallen, machte er deutlich. "Aus strategischer Sicht ist es aber sinnvoll, darüber nachzudenken, wie es dort weitergehen kann".

     Kontakt zu den Autoren: nico.schmidt@wsj.com und knut.engelmann@wsj.com   DJG/ncs/kla Dow Jones Newswires   January 08, 2013 11:17 ET (16:17 GMT)  Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 11 17 AM EST 01-08-13 Von Nico Schmidt und Knut Engelmann MÜNCHEN

Bildquellen: BMW AG, KENCKOphotography / Shutterstock.com

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