14.12.2012 09:19

Senden
AUSBLICK BLEIBT NEGATIV

Fitch bestätigt Frankreichs Top-Note - Abstufung droht 2013


Die Ratingagentur Fitch bescheinigt Frankreich nach wie vor eine erstklassige Kreditwürdigkeit, droht aber zugleich mit einer Abstufung.

Zunächst werde die Top-Note "AAA" bestätigt, teilte Fitch am Freitag mit. Die Agentur sieht jedoch eine gut 50-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass die zweitgrößte Euro-Volkswirtschaft ihre Höchstnote 2013 verlieren könnte. Dementsprechend ist der Ausblick für das Rating negativ.

    Ob Frankreich seine Bestnote im Jahresverlauf 2013 einbüßt, hängt laut Fitch von Reformen insbesondere auf dem Arbeitsmarkt ab. Frankreich müsse seine Wettbewerbsfähigkeit erhöhen, um das gesamtwirtschaftliche Wachstum zu steigern, schreibt Fitch. Zudem bestünden erhebliche fiskalische und ökonomische Risiken wegen der Euro-Schuldenkrise. "Eine Verschärfung der Krise würde zusätzlichen Druck auf das Rating Frankreichs ausüben."

     Lobend hebt Fitch hervor, dass Frankreich eine gesunde und breit aufgestellte Volkswirtschaft mit stabilen politischen Verhältnissen sei. Zudem seien die privaten Haushalte vergleichsweise gering verschuldet. Die Netto-Auslandsverschuldung des Landes - also die Gesamtverschuldung abzüglich der Auslandsforderungen - sei im internationalen Vergleich nicht besonders hoch. Groß seien allerdings die Risiken infolge der Schuldenkrise im Euroraum. Frankreich ist nach Deutschland die zweitwichtigste Säule in der Euro-Rettung.

   Fitch ist die letzte der drei großen Ratingagenturen, die Frankreich mit der Höchstnote bewerten. Standard & Poor's und Moody's hatten das Land in diesem Jahr abgestuft. Der Ausblick für das Rating ist bei beiden Agenturen negativ. Es droht also eine weitere Herabstufung.

    FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Nikonaft / Shutterstock.com

Weitere Links:

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
Kommentar hinzufügen

ANZEIGE

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Anzeige

ANZEIGE

Die 5 beliebtesten Top-Rankings






Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Albig hat mit einer Forderung nach einer Sonderabgabe für Straßen für Aufsehen gesorgt.
Wenn so endlich die deutschen Straßen und Brücken saniert werden, wäre eine solche Abgabe zu unterstützen.
Die Regierung sollte endlich lernen, mit den bestehenden Einnahmen auszukommen.
Eine solche Abgabe berücksichtig weder den Umfang der Straßennutzung noch die finanzielle Situation des einzelnen Autofahrers und wäre deshalb ungerecht.
Abstimmen