Operativ konnte
Sky Deutschland den Verlust aber verringern und ist damit dem Ziel, endlich profitabel zu werden, ein Stück näher gekommen. Auch die Kundenzahl und der Durchschnittsumsatz pro Kunde legten zu. In die Zukunft blickt der MDAX-Konzern weiter zuversichtlich: Er will 2013 ein positives EBITDA erreichen und danach stark weitermachen. Der Bezahlsender, der bis 2009 Premiere hieß, ist seit seiner Gründung 1991 fast immer defizitär gewesen.
Der Quartalsverlust vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) ging um über 10 Prozent auf 52,1 Millionen Euro zurück. Analysten hatten im Konsens mit minus 50 Millionen Euro gerechnet. Der Umsatz wuchs um über 15 Prozent auf 356,8 Millionen Euro und lag damit im Rahmen der Analystenerwartungen.
Der Nettoverlust stieg von Oktober bis Dezember hingegen leicht auf 91,9 von 90,2 Millionen Euro. Im Gesamtjahr verringerte sich das Minus dank starker Vorquartale um fast ein Drittel auf 277,6 Millionen Euro.
Sky Deutschland hat im abgelaufenen Jahr 12 Prozent Kunden hinzugewonnen und zählt nunmehr 3,36 Millionen Abonnenten. Speziell bei den hochauflösenden, sogenannten HD-Programmen, Zweitkarten und Sky+ gab es deutliches Wachstum. Das schlug sich auch in dem um 1,48 auf 32,77 Euro gestiegenen Durchschnittsumsatz pro Kunde nieder. Knapp die Hälfte der Sky-Kunden sehen mittlerweile in HD-Qualität, fast ein Viertel nutzt den Festplattenrekorder für zeitversetztes Fernsehen. Ebenfalls stark auf dem Vormarsch sind mobile Angebote, die sich die Kunden beispielsweise auf ihrem iPad anschauen können.
Auch unter dem Strich sollen bald positive Zahlen zu erwarten sein. "Bis dahin sollte es nicht mehr allzu lang dauern, denn ein überwiegender Teil unserer Fixkosten, also zum Beispiel die Kosten für Film- oder Sportrechte, sind über einen längeren Zeitraum konstant", sagte der Vorstandsvorsitzende Brian Sullivan vor Kurzem der Süddeutschen Zeitung. "Wenn wir dann die Zahl der Abonnenten und damit die Einnahmen steigern, kann das Ganze relativ schnell ins Positive drehen."
Der US-Medienkonzern News Corp, zu dem auch Dow Jones Newswires und das Wall Street Journal gehören, ist an Sky Deutschland derzeit mit 54,8 Prozent beteiligt. Der Medienkonzern von Rupert Murdoch hatte seinen Anteil im Januar im Zuge einer Kapitalerhöhung auf eine Mehrheit aufgestockt.
Dow Jones Newswires