14.02.2013 09:17
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Renault will mit Autos wieder Geld verdienen

Auslandsgeschäft ausgebaut
Der zweitgrößte französische Autobauer Renault sucht angesichts der Schwäche im Heimatmarkt sein Heil im Ausland.
Da in den kommenden Jahren vor allem in Schwellenländern wie China, Indien oder Russland Wachstum zu erwarten ist, soll das Auslandsgeschäft weiter ausgebaut werden, teilte der Volkswagen-Konkurrent am Donnerstag in Boulogne-Billancourt mit. Die Franzosen hatten im Dezember gemeinsam mit dem japanischen Partner Nissan den russischen Lada-Hersteller Avtovaz übernommen. Zudem gründeten sie vor Kurzem ein Gemeinschaftsunternehmen in Algerien. Mit dem Ausbau des Geschäfts im Ausland will Renault im Autogeschäft wieder in die schwarzen Zahlen kommen.

    Im vergangenen Jahr rutschte der Kernbereich des Unternehmens wegen der Absatzkrise in Frankreich und dem scharfen Preiswettkampf in die roten Zahlen. Der eingeleitete Sparkurs konnte den Umsatzrückgang nicht abfedern. Am Ende stand ein operativer Verlust von 25 Millionen Euro in den Büchern. 2011 hatte Renault mit Autos noch 330 Millionen Euro verdient. Renault-Chef Carlos Ghosn setzt jetzt auf neue Modelle wie den Kleinwagen Clio IV. Zudem zog sich Renault zuletzt etwas aus der Rabattschlacht zurück. Hohe Preisnachlässe halten zwar den Absatz hoch, drücken aber aufs Ergebnis. Der Umsatz mit dem Verkauf von Autos ging 2012 um knapp vier Prozent auf 39,2 Milliarden Euro zurück.

     Trotz der roten Zahlen im Autogeschäft erzielte Renault im vergangenen Jahr vor allem dank der Beteiligung am japanischen Konzern Nissan, dem Verkauf von Volvo-Aktien und guten Bankgeschäften einen Milliardengewinn. Der Überschuss fiel um 15 Prozent auf 1,77 Milliarden Euro. Die Dividende soll auf 1,72 (Vorjahr: 1,16) Euro erhöht werden. Damit schnitt Renault deutlich besser ab als der heimische Konkurrent Peugeot. Die Nummer eins in Frankreich ist anders als Renault vor allem auf den den französischen Markt ausgerichtet. So fiel beim Platzhirschen ein Verlust von fünf Milliarden Euro an.

     Um aus der Verlustzone zu kommen, will PSA nun mit einem Restrukturierungsplan mehr als 8.000 Arbeitsplätze streichen und ein Werk bei Paris komplett schließen. Insgesamt sollen bis Ende 2014 mehr als 11.000 Arbeitsplätze wegfallen. Der französische Staat musste dem Autobauer mit Garantien für seine Bank unter die Arme greifen. Auch Renault will in Frankreich Stellen abbauen. So sollen bis 2016 rund 7.500 Stellen wegfallen.

    BOULOGNE-BILLANCOURT (dpa-AFX)

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