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12.01.2011 10:15

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Australien-Flut lässt Kokskohlepreis deutlich steigen - Analysten

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Von David Fickling Dow Jones NEWSWIRES SYDNEY (Dow Jones)--Nach den verheerenden Überschwemmungen im Nordosten Australiens sagen Analysten inzwischen einen Anstieg der Preise für Kokskohle am Spotmarkt auf mehr als 400 USD je Tonne vorher. Der von der Überschwemmung betroffene Bundesstaat Queensland ist der weltgrößte Exporteur der für die Stahlherstellung benötigten Kokskohle. Die sieben größten Minenkonzerne Australiens haben sich unter Verweis auf höhere Gewalt bereits von Lieferverpflichtungen befreien lassen, nachdem Kohleförderung und -transport wegen des Hochwassers eingeschränkt sind.

   "Die Preise schießen täglich weiter in die Höhe", sagte ein Rohstoffhändler von Macquarie am Mittwoch, der namentlich nicht genannt werden wollte. Im vergangenen Monat habe der Preis bei rund 230 USD je t gelegen, zuletzt sei zu 285 USD je t gehandelt worden.

   Am stärksten auswirken werde sich der Lieferengpass auf die Preise für Kontrakte zur Lieferung im zweiten Quartal 2011. Sechs von Dow Jones Newswires befragte Rohstoffanalysten rechnen im Mittel mit einem Preis von 308 USD je t für Kokskohle (hard coking coal). Am Spotmarkt sei sogar mit Preisen von mehr als 400 USD zu rechnen, da die Bergbaubetriebe ihre Kohle für die Erfüllung von Terminkontrakten verwendeten. Entsprechend knapp sei das Angebot am Spotmarkt, hieß es.

   Im Dezember sei für Kokskohle zur Lieferung im ersten Quartal ein Preis von 225 USD je t festgelegt worden, sagte ein Händler. Für die Herstellung einer Tonne Rohstahl werden 0,6 Tonnen Kokskohle benötigt.

   Wirklich ernst werde die Lage am Markt wahrscheinlich erst Ende Februar, gab ein Analyst zu bedenken. Denn derzeit ließen sich die Auswirkungen der Überschwemmungen noch nicht genau abschätzen.

   Der größte deutsche Stahlhersteller ThyssenKrupp hatte Anfang des Monats bereits angekündigt, den für das zweite Kalenderquartal erwarteten Anstieg der Beschaffungskosten nach Möglichkeit an die Kunden weitergeben zu wollen.

   Bei der Nummer zwei in Deutschland, der Salzgitter AG, hieß es seinerzeit, die Läger seien gut gefüllt, und das Unternehmen beziehe Kohle aus verschiedenen Regionen.

- Von David Fickling, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 104, unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DJN/bam/kla (END) Dow Jones Newswires

   January 12, 2011 03:42 ET (08:42 GMT)

   Copyright (c) 2011 Dow Jones & Company, Inc.- - 03 42 AM EST 01-12-11

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