21.04.2012 03:00
Bewerten
(4)

Deutsche Premium-Autobauer fahren Konkurrenz davon

Autoindustrie: Deutsche Premium-Autobauer fahren Konkurrenz davon | Nachricht | finanzen.net
Branchenexperte Dudenhöffer sieht in Europa für deutsche Premiumhersteller eine Sonderkonjunktur
Autoindustrie
Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer sieht in Europa für deutsche Premiumhersteller eine Sonderkonjunktur. Starke Position auch in den Schwellenländern.
€uro am Sonntag
von Klaus Schachinger, Euro am Sonntag

Deutsche Premiumhersteller steuern auch 2012 auf neue Rekorde bei Umsatz und Gewinn zu. „Audi, BMW und Mercedes stehen zusammen mit dem koreanischen Hyundai/Kia-Konzern auf der Sonnenseite, der Rest der Branche muss in diesem Jahr kämpfen“, sagt Ferdinand Dudenhöffer, Professor an der Uni Duisburg-Essen und Leiter des CAR Center Automotive Research.

Selbst im arg gebeutelten europä­ischen Markt, wo die Branche den schwächsten Absatz seit 14 Jahren verkraften muss, würden sich Audi, BMW und Mercedes erstaunlich gut schlagen. „Anders als wir es ursprünglich für 2012 erwartet haben, gibt es in diesem Segment eine Sonderkonjunktur in Europa“, sagt Dudenhöffer.

Sein Institut hat die Schätzungen für den weltweiten Absatz der deutschen Premiummarken im Wochenverlauf erhöht. Danach wird Mercedes mit einem Absatzplus von 9,4 Prozent auf 1,4 Millionen Autos im laufenden Jahr den größten Sprung nach vorn machen. BMW traut Dudenhöffer einen Zuwachs von neun Prozent auf 1,51 Millionen Autos zu, Audi einen Anstieg von 8,5 Prozent auf 1,42 Millionen Fahrzeuge. Daimler hat gerade im ungarischen Kecskemét ein Werk für die neue B-Klasse eröffnet.

Auch außerhalb Europas hätten die deutschen Autobauer mit ihren Premiummarken einen deutlichen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz: „BMW, Daimler und Volkswagen haben den besten geografischen Mix“, sagt Dudenhöffer. Überraschend robust sei das Wachstum auf dem größten Automarkt USA. „Amerika ist deutlich stärker als China. Gut 50 Prozent des weltweiten Wachstums kommt 2012 aus den USA“, sagt der Branchenkenner.

Wachstumsprognose verdoppelt
Gegenüber den Schätzungen vom Februar hat Dudenhöffer die Wachstumsprognose für den globalen Automarkt nun auf 4,1 von zuvor 2,1 Prozent nahezu verdoppelt. Das entspricht einem Volumen von 64,3 Millionen Fahrzeugen weltweit. Auch der drittgrößte Automarkt Japan habe sich inzwischen von der Atomkatastrophe in Fukushima erholt und sei „jetzt ein Wachstums­treiber“, sagt Dudenhöffer. Parallel zu Amerika und China seien die Pkw-Verkäufe in Indien und Russland, aber auch in Deutschland weiter­hin stark.

Ein bisher unterschätzter Vorteil der deutschen Premiumhersteller ist nach Einschätzung der US-Bank Morgan Stanley ihre starke Position in den Schwellenländern außerhalb Chinas. „Zusammen sind die Märkte für Premiumfahrzeuge in Brasilien, Russland und Indien ähnlich groß wie der deutsche Markt, aber das Wachstum dort ist viermal so hoch“, sagt Morgan-Stanley-Analyst Stuart Pearson.

Im vergangenen Jahr stieg die Nachfrage nach Premiumfahrzeugen in diesen drei großen Ländern zusammen um 16 Prozent auf 720.000 Fahrzeuge. „70 Prozent der zusätzlich verkauften Fahrzeuge ­gehen auf das Konto der vier deutschen Marken Audi, BMW, Mercedes und Porsche“, sagt Pearson. Zum Vergleich die Zahlen für China und Deutschland: Dort wurden 966.000 beziehungsweise 909.000 Premiumfahrzeuge mehr verkauft.

Bildquellen: ©2012 Daimler AG., BMW AG
Anzeige

Nachrichten zu Daimler AG

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Daimler AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
21.04.2017Daimler OutperformBernstein Research
18.04.2017Daimler overweightJP Morgan Chase & Co.
18.04.2017Daimler UnderperformJefferies & Company Inc.
18.04.2017Daimler HoldS&P Capital IQ
13.04.2017Daimler Equal weightBarclays Capital
21.04.2017Daimler OutperformBernstein Research
18.04.2017Daimler overweightJP Morgan Chase & Co.
13.04.2017Daimler buyDeutsche Bank AG
12.04.2017Daimler buyequinet AG
12.04.2017Daimler overweightJP Morgan Chase & Co.
18.04.2017Daimler HoldS&P Capital IQ
13.04.2017Daimler Equal weightBarclays Capital
12.04.2017Daimler Equal weightBarclays Capital
12.04.2017Daimler HaltenIndependent Research GmbH
12.04.2017Daimler HoldKepler Cheuvreux
18.04.2017Daimler UnderperformJefferies & Company Inc.
07.04.2017Daimler SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
05.04.2017Daimler SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
29.03.2017Daimler UnderperformBNP PARIBAS
14.03.2017Daimler UnderperformBNP PARIBAS

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Daimler AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

SAP - Digitalisierung ist eine Goldgrube!

Das Softwarehaus aus Walldorf dominiert den globalen Markt für Unternehmenssoftware. Selbst das innovative Silicon Valley kann den Deutschen nicht das Wasser reichen. Das hat mittlerweile auch die Wall Street erkannt. Der DAX-Titel befindet sich auf Rekordjagd. Immer mehr US-Investoren springen auf. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, wie die Digitalisierung die Aktie antreibt und warum SAP für Trader und Investoren interessant ist.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht fester ins Wochenende -- Wall Street wenig bewegt -- BVB-Anschlag: Verdächtiger wettete auf Kursverlust -- Tesla ruft 53.000 Autos zurück -- Deutsche Bank zahlt weitere Millionenstrafe

US-Regierung verweigert Exxon Ausnahmeregel bei Russland-Sanktionen. Trump stellt weitere Finanzregeln auf den Prüfstand. IWF zurückhaltend bei neuen Griechenland-Zahlen. US-Richter billigt Milliarden-Vergleich zwischen VW und US-Justiz. EZB-Chef Draghi bekräftigt Forward Guidance zu Zinsen und Ankäufen. Frankreichs Unternehmen arbeiten vor der Wahl an einem Plan B. So ambitioniert sind Elon Musks Pläne für seine neue Firma Neuralink.

Top-Rankings

Investmentbanken mit den höchsten Einnahmen
Diese Geldhäuser wissen, wie man Geld verdient
KW 15: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 15: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Tops und Flops
So entwickelten sich die Rohstoffe im 1. Quartal 2017
Tops und Flops
So performten die DAX-Unternehmen im ersten Quartal 2017
Viel Geld bei wenig Stress
Diese relaxten Berufe werden gut bezahlt
Die zehn größten Kapitalvernichter
Hier wurde am meisten Anlegergeld verbrannt
Das machen Ex-Spitzensportler nach ihrer Karriere
mehr Top Rankings

Umfrage

Die Anleger sind besorgt um Wahlausgang in Frankreich. Erwarten Sie einen Sieg der Euro-Kritiker?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
BASFBASF11
BMW AG519000
Apple Inc.865985
Allianz840400
Scout24 AGA12DM8
CommerzbankCBK100
E.ON SEENAG99
Deutsche Telekom AG555750
TeslaA1CX3T
BayerBAY001
adidas AGA1EWWW
Siemens AG723610