LUDWIGSHAFEN (dpa-AFX) - Der weltgrößte Chemiekonzern
BASF will rund eine Milliarde Euro in den Ausbau seiner Kunststoffproduktion in Ludwigshafen stecken. Am Standort Ludwigshafen werde eine neue Anlage zur Herstellung von TDI (Toluoldiisocyanat) mit einer Kapazität von 300.000 Tonnen gebaut, teilte der Konzern am Dienstag mit. Zusätzlich würden die Anlagen für TDI-Vorprodukte ausgebaut. Die Produktion solle Ende 2014 ihren Betrieb aufnehmen, insgesamt würden etwa 200 neue Arbeitsplätze geschaffen.
Die TDI-Produktionsanlage der BASF Schwarzheide mit einer Jahreskapazität von 80.000 Tonnen solle abgestellt werden, sobald die neue Anlage in Ludwigshafen den Betrieb aufgenommen hat, hieß es. Betroffen wären dort 300 Arbeitsplätze, sagte ein Sprecher auf Anfrage. Allerdings sei noch nicht klar, ob es dann auch zu Verlusten dieser Stellen komme. Aktuell prüfe der Konzern, ob in der Anlage alternative Produkte hergestellt werden könnten oder ob die Arbeitskräfte anderweitig beschäftigt werden.
TDI ist ein wichtiger Ausgangsstoff für Polyurethane. Es wird zu einem großen Teil in der Automobilindustrie (zum Beispiel für Sitzpolster und Innenverkleidungen) sowie in der Möbelindustrie (etwa für flexible Schäume für Matratzen, Polsterung oder Holzbeschichtungen) eingesetzt. /kja/wiz