Ludwigshafen (aktiencheck.de AG) - Die BASF SE will ihre Aktivitäten im Bereich der Pflanzenbiotechnologie auf die Hauptmärkte in Nord- und Südamerika konzentrieren.
Wie der Chemiekonzern am Montag mitteilte, wird er das Produktportfolio und die Standortstrategie der Gruppengesellschaft BASF Plant Science neu ausrichten. Die Unternehmenszentrale der BASF Plant Science wird von Limburgerhof/Deutschland, nach Raleigh/North Carolina/USA, verlegt. Die Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung werden im Wesentlichen an den Standorten Raleigh, Gent/Belgien und Berlin/Deutschland gebündelt.
Zudem werden die Entwicklung und Kommerzialisierung aller Produkte, die ausschließlich auf den europäischen Markt ausgerichtet sind, gestoppt. Die bereits eingeleiteten Zulassungsprozesse werden jedoch weitergeführt, so der Konzern.
"Wir sind davon überzeugt, dass die Pflanzenbiotechnologie eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts ist. Andererseits fehlt in weiten Teilen Europas immer noch die entsprechende Akzeptanz bei der Mehrheit der Verbraucher, Landwirte und Politiker. Daher ist es aus unternehmerischer Sicht nicht sinnvoll, in Produkte, die für die Kommerzialisierung ausschließlich in diesem Markt vorgesehen sind, weiter zu investieren", sagte Dr. Stefan Marcinowski, Mitglied des Vorstandes der BASF und zuständig für Pflanzenbiotechnologie. "Wir werden uns deshalb auf die attraktiven Märkte in Nord- und Südamerika und die Wachstumsmärkte in Asien konzentrieren."
Der Aktienkurs von BASF notiert aktuell mit einem Minus von 0,23 Prozent bei 57,49 Euro. (16.01.2012/ac/n/d)