Ludwigshafen (aktiencheck.de AG) - Die
BASF SE und der US-Agrarkonzern Monsanto Co. (ISIN US61166W1018/ WKN 578919) haben im Zuge ihrer Kooperation ein Gen entdeckt, welches Mais vor Trockenheit schützt.
Wie am Dienstag aus einer gemeinsamen Presseerklärung der beiden Konzerne hervorgeht, hilft das nun entdeckte Gen Maispflanzen, Trockenperioden besser zu überdauern und auch bei unzureichender Wasserversorgung stabile Erträge zu liefern.
Bei dem Gen handelt es sich um das cspB-Gen, das aus dem Bakterium Bacillus subtilis stammt und für die Bildung eines so genannten RNS-Chaperons verantwortlich ist. Dieses Proteinmolekül bindet an Ribonucleinsäuren (RNS) und unterstützt deren Funktion. Es wurde in Bakterien gefunden, die extremer Kälte ausgesetzt waren. Weitere Untersuchungen zeigten, dass das cspB-Gen auch Pflanzen in Stresssituationen wie Trockenheit helfen kann. Wissenschaftler von Monsanto haben diese Ergebnisse in der Fachzeitschrift "Plant Physiology" veröffentlicht.
Das Gen wird in der ersten Produktgeneration von trockentolerantem Mais eingesetzt und soll so Landwirten sichere Ernten ermöglichen, die infolge des Klimawandels von Wassermangel betroffen sind. Der gemeinsam von Monsanto und BASF entwickelte Mais ist den Angaben zufolge die weltweit erste, mit Hilfe der Biotechnologie entwickelte trockentolerante Nutzpflanze. Landwirte sollen den trockentoleranten Mais voraussichtlich ab 2012 nutzen können. Die Produktzulassungen wurden vor kurzem bei den entsprechenden Behörden in Nordamerika, Kolumbien und in der Europäischen Union beantragt.
Die Aktie von BASF notiert aktuell mit einem Minus von 0,68 Prozent bei 30,69 Euro. (09.06.2009/ac/n/d)