BMF: Bund bleibt nicht dauerhaft Anteilseigner der Commerzbank
BERLIN (Dow Jones)--Der Bund bleibt nicht dauerhaft Anteilseigner der Commerzbank. Der Bund verstehe sein Engagement als temporär, sagte Torsten Albig, Sprecher von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, am Freitag in Berlin. Zu gegebener Zeit werde der Bund seinen Commerzbank-Anteil wieder in den Markt zurückgeben.
Die Commerzbank-Beteiligung sei zur Sicherstellung der Fusion mit der Dresdner Bank erfolgt. Das Engagement des Bundes sei nicht mit weiteren zusätzlichen Auflagen verbunden worden. Vielmehr seien die getroffenen Regelungen aus dem ersten Engagement im vergangenen Jahr weiter gültig.
Albig sagte, die Bundesregierung strebe keine Änderung des Commerzbank-Vorstandsvorsitzes an. Zudem betonte der Sprecher Steinbrücks, dass das operative Geschäft der Commerzbank Aufgabe des Vorstandes bleibe. Kontrollfunktionen werde der Bund lediglich über den Aufsichtsrat wahrnehmen. In dieses Gremium werde der Bund zwei Vertreter entsenden. Bislang sei noch keine Entscheidung darüber getroffen, wer diese Positionen einnehmen werde, sagte Albig.
Die Commerzbank hatte am Donnerstagnachmittag angekündigt, weitere 10 Mrd EUR vom Staat in Anspruch zu nehmen. Der Staat unterstützt den DAX-Konzern somit jetzt insgesamt mit 18,2 Mrd EUR. Infolgedessen wird die Commerzbank zu gut einem Viertel verstaatlicht. Mit ihrem Anteil von 25% plus eine Aktie verfügt die Regierung nunmehr über eine Sperrminorität bei der Commerzbank.
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