21.02.2013 09:10

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BMF: Konjunkturbild spricht für Wachstum von 0,4 Prozent


   Von Andreas Kißler

   BERLIN--Die Bundesregierung sieht sich durch die jüngsten Konjunkturdaten in ihrer Einschätzung bestätigt, dass das deutsche Wachstum dieses Jahr bei 0,4 Prozent liegen wird. "Dabei dürfte die deutsche Wirtschaft im Verlauf dieses Jahres wieder spürbar an Schwung gewinnen", erklärte das Finanzministerium in seinem aktuellen Monatsbericht. Diese Einschätzung werde durch die Trendwende einer Vielzahl von Stimmungsindikatoren sowie die Stabilisierungstendenz bei den Industrieindikatoren gestützt. "Insgesamt steht das aktuelle Konjunkturbild damit im Einklang mit den Erwartungen, die der Jahresprojektion zugrunde liegen", erklärte das Ministerium.

   Eine Vielzahl von Indikatoren deute darauf hin, dass die weltwirtschaftliche Aktivität im Verlaufe dieses Jahres wieder etwas an Schwung gewinnen dürfte. Die Lage an den Finanzmärkten habe sich entspannt, die USA dürften ihren Erholungskurs fortsetzen, und für die Schwellenländer würden wieder höhere Wachstumsraten als im Vorjahr prognostiziert. "Zusammen mit der erwarteten allmählichen Erholung im Euroraum dürfte damit auch die Verunsicherung der Marktteilnehmer abnehmen", erwartet das Finanzministerium.

   Laut dem Bericht stiegen zudem die deutschen Steuereinnahmen ohne reine Gemeindesteuern im Januar 2013 im Vorjahresvergleich um 1,8 Prozent, die des Bundes sanken allerdings um 6,4 Prozent. Dies war laut Finanzministerium auf einen höheren Beitrag bei den EU- Eigenmittelabführungen sowie einen Einbruch beim Aufkommen der nicht veranlagten Steuern vom Ertrag zurückzuführen, den das Ministerium mit einem "Sonderfall" im Vorjahr begründete.

   Kontakt zum Autor: andreas.kissler@dowjones.com

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   February 21, 2013 03:06 ET (08:06 GMT)

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Kommentare zu diesem Artikel

Forelli schrieb:
21.02.2013 10:09:38

Da muss der Bund wohl ein bisschen laenger warten, denn die ZEW-Wunschprognosen haben sich nach 48 Stunden bereits als wishful-thinking entpuppt. Es geht laengerfristig doch nichts ueber fundamentales Nachdenken.

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