BMF sieht in Staatsbeteiligung starkes Signal für Commerzbank
BERLIN (Dow Jones)--Das Bundesfinanzministerium (BMF) bewertet die geplante staatliche Beteiligung an der Commerzbank AG als Hilfe für eine künftig erfolgreiche Arbeit der zweitgrößten Bank Deutschlands.
"Die Bereitschaft der SoFFin, die Commerzbank mit zusätzlichem Eigenkapital zu stärken, und die vorgesehene Beteiligung des Bundes mit 25% plus eine Aktie sind ein starkes Signal für eine starke Commerzbank", erklärte Torsten Albig, Sprecher von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, am Donnerstag in Berlin kurz nach Veröffentlichung der entsprechenden Details in einer Adhoc-Mitteilung der Commerzbank.
"Damit ist das Feld bereitet für eine erfolgreiche Zukunft der künftigen neuen und größeren Commerzbank, die nun die Übernahme der Dresdner Bank bald zum Abschluss bringen wird", erklärte Albig weiter. Der Bund versteht seine Beteiligung nicht als "Teilverstaatlichung, sondern als Wahrnehmung unserer Verantwortung für einen der großen deutschen Akteure am Finanzmarkt".
Die Commerzbank werde nun mit einer Kernkapitalquote von etwa 10% in der Lage sein, sich auch in der Finanzmarktkrise erfolgreich und wettbewerbsfähig aufzustellen. Das sei zum Vorteil der deutschen Volkswirtschaft. Der Sprecher von Steinbrück verwies darauf, dass "alle getroffenen Entscheidungen (...) unter dem Vorbehalt der notwendigen Gremienbeschlüsse stehen, die wir erwarten."
Die Commerzbank AG erhält vom Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) 10 Mrd EUR zusätzliches Eigenkapital zur Verfügung gestellt. Wie die Bank am Donnerstag in Frankfurt mitteilte, gibt sie dazu rund 295 Mio Stammaktien zu je 6 EUR aus und erhält zusätzlich eine stille Einlage über rund 8,2 Mrd EUR. Die Kernkapitalquote der Bank soll damit rund 10% erreichen.
Nach der Transaktion halte der Bund 25% plus eine Aktie an der neuen Commerzbank. Die Konditionen der stillen Einlage orientierten sich an jenen, die der Commerzbank im Dezember gewährt worden seien, so die Commerzbank. Die Bundesregierung werde mit der EU-Kommission die beihilferechtlichen Details klären.
Webseiten: http://www.bundesfinanzministerium.de
http://www.commerzbank.de
http://www.allianz.de
http://www.dresdner-bank.de
-Von Beate Preuschoff, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4122,
beate.preuschoff@dowjones.com
(Rüdiger Schoß hat zu diesem Bericht beigetragen)
DJG/bep/rso/jhe
Besuchen Sie unsere neue Webseite http://www.dowjones.de
(END) Dow Jones Newswires
January 08, 2009 11:30 ET (16:30 GMT)
Copyright (c) 2009 Dow Jones & Company, Inc.- - 11 30 AM EST 01-08-09