07.12.2012 17:05
Bewerten
 (0)

BMW bleibt auf Rekordfahrt und optimistisch

BMW gut im Rennen
Der weltgrößte Premiumautohersteller BMW steuert trotz des widrigen wirtschaftlichen Umfelds unbeirrt auf einen neuen Absatzrekord zu.
Nach einem deutlichen Plus bei den Verkaufszahlen im November haben die Münchener fast schon so viele Oberklassewagen verkauft wie im gesamten Jahr 2011 - dem bislang besten der Unternehmensgeschichte. "Wir liegen gut im Rennen", sagte Finanzvorstand Friedrich Eichiner. Auch ins neue Jahr geht der Branchenprimus zuversichtlich, obwohl die Bedingungen zunehmend schwieriger werden.

   Vorläufigen Berechnungen zufolge stieg der globale Absatz im November um gut ein Fünftel auf mehr als 170.000 Autos, wie Eichiner erklärte. In den ersten elf Monaten des Jahres summiert sich der Absatz damit auf gut 1,66 Millionen Wagen - ein Plus von rund 10 Prozent. Damit ist die Bestmarke aus dem Jahr 2011 von rund 1,67 Millionen verkauften Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce schon einen Monat vor Jahresende fast geknackt.

   Die endgültigen Vertriebszahlen mit Details zur Entwicklung auf den einzelnen Märkten will BMW Anfang kommender Woche veröffentlichen. Klar ist allerdings bereits, dass die Verkäufe erneut vor allem vom nach wie vor boomenden China-Geschäft angekurbelt wurden.

   Wie die Münchener bereits gestern wissen ließen, legte der Absatz im Reich der Mitte im November um über 60 Prozent zu. Auch in den USA ging es für BMW deutlich aufwärts - um knapp 40 Prozent im Vormonat.

   Erneut distanzierte BMW mit dem deutlichen Verkaufsplus den Konkurrenten Mercedes-Benz: Die Stuttgarter steigerten den globalen Absatz im November nur um gut 5 Prozent, die Marke mit den Stern auf der Kühlerhaube legte um knapp 6 Prozent zu.

   Den Unterschied macht momentan eindeutig China, wo Mercedes-Benz große Probleme hat. Ineffizienzen im Vertriebsnetz und die eingeschränkte Verfügbarkeit einiger wichtiger Modelle machen den Schwaben im Reich der Mitte zu schaffen - im November gab es ein Minus von knapp 7 Prozent.

   Angeblich am Mittwoch soll allerdings ein Schritt in die richtige Richtung gemacht werden. Dann wird Daimler wohl einen eigenen China-Vorstand berufen, der sich der hausgemachten Schwierigkeiten annehmen soll.

   Die momentane Nummer Zwei der Premiumbranche, die Volkswagen-Tochter Audi, wird Anfang nächster Woche ihre Verkaufszahlen veröffentlichen.

   Auch wenn Mercedes-Benz in Sachen Wachstum momentan hinter den Konkurrenten hinterherhinkt, entwickelt sich das Premiumsegment im Allgemeinen deutlich stärker als der Massenmarkt. Denn die Nachfrage wohlhabender Menschen nach Oberklassewagen ist weniger anfällig für Unsicherheiten und Konjunkturschwankungen.

   Während sowohl BMW als auch Audi und Mercedes-Benz für 2012 neue Bestmarken anpeilen, schreiben nicht wenige Massenhersteller sogar tiefrote Zahlen und kämpfen gegen deutliche Rückgänge bei den Verkäufen. Vor allem bei Autobauern, die vorrangig in Europa aktiv sind, ist die Lage prekär. Bei Opel und Peugeot-Citroën geht beispielsweise seit Monaten die Angst vor Stellenstreichungen und Werksschließungen um.

   Der europäische Automobilmarkt ist wegen der Schuldenkrise auf Schrumpfkurs. In diesem Jahr wird ein Rückgang von bis zu 10 Prozent erwartet, 2013 dürfte die weltweit drittgrößte Vertriebsregion dann auf das Niveau von Anfang der 1990er Jahre zurückfallen. Getragen von Zuwächsen in Asien und Nordamerika erwarten Experten trotzdem globales Wachstum der Automobilnachfrage.

   Entsprechend optimistisch gab sich BMW-Finanzchef Eichiner mit Blick auf das kommende Jahr, auch wenn er vor Risiken und Herausforderungen unter anderem im Zusammenhang mit der Schuldenkrise warnte. "Natürlich werden wir anstreben, eine Steigerung beim Absatz zu erreichen und - wenn es irgendwie möglich sein wird - auch mehr Geld zu verdienen". Details nannte er nicht.

   In Europa bleibe das Umfeld auch schwierig, warnte Eichiner mit Blick auf die verfahrene Situation in der Eurozone. "Hingegen sehen wir trotz höherer Volatilitäten weiterhin gute Absatzchancen für die Überseemärkte USA und China sowie für viele Emerging Markets". Als wichtige Zukunftsmärkte haben die Bayern für sich Brasilien, Russland, Indien, die Türkei und Südkorea auserkoren.

   Die Finanzziele für 2012 bekräftigte Eichiner kurz vor Jahresfrist. "Wir halten an der Prognose fest". Ziel sei nach wie vor ein höherer Konzerngewinn und eine Rendite im Automobilgeschäft am oberen Ende des langfristigen Zielkorridors von 8 bis 10 Prozent. Er sprach von einer "guten Performance in einem herausfordernden Umfeld".

   Kontakt zum Autor: nico.schmidt@wsj.com   DJG/ncs/brb/mgo Dow Jones Newswires  December 07, 2012 08:00 ET (13:00 GMT)  Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 08 00 AM EST 12-07-12 Von Nico Schmidt MÜNCHEN

Bildquellen: lexan / Shutterstock.com
Artikel empfehlen?

Nachrichten zu BMW AG

  • Relevant1
  • Alle7
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

RSS Feed

Analysen zu BMW AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
21.10.2014BMW buyWarburg Research
20.10.2014BMW HoldCommerzbank AG
17.10.2014BMW NeutralBNP PARIBAS
14.10.2014BMW kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
13.10.2014BMW buyDeutsche Bank AG
21.10.2014BMW buyWarburg Research
14.10.2014BMW kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
13.10.2014BMW buyDeutsche Bank AG
09.10.2014BMW overweightJP Morgan Chase & Co.
01.10.2014BMW kaufenDZ-Bank AG
20.10.2014BMW HoldCommerzbank AG
17.10.2014BMW NeutralBNP PARIBAS
01.10.2014BMW NeutralBNP PARIBAS
23.09.2014BMW NeutralUBS AG
17.09.2014BMW NeutralCitigroup Corp.
13.10.2014BMW UnderperformCredit Suisse Group
07.10.2014BMW UnderperformCredit Suisse Group
06.08.2014BMW UnderperformCredit Suisse Group
11.07.2014BMW UnderperformCredit Suisse Group
09.06.2014BMW UnderperformCredit Suisse Group
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für BMW AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Anzeige

Heute im Fokus

DAX schließt freundlich -- Banken-Stresstest: Elf Institute durchgefallen? -- Boeing mit starken Zahlen -- Daimler verkauft Tesla-Anteil -- Yahoo, Lufthansa, IBM, Siemens im Fokus

US-Rückruf wegen defekter Airbags nimmt gigantische Ausmaße an. Kartellamtschef macht Verlagen wenig Hoffnung im Streit mit Google. GDL will Mitgliederzahlen nicht offenlegen. Daimler steigt wohl bei Motorradhersteller MV Agusta ein. EMC wächst weniger stark als erwartet. Telekom-Chef Höttges kritisiert Internet-Monopole.
Die zehn teuersten Aktien der Welt

Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Wo tankt man am teuersten?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Facebook & Co: Welche Börsengänge waren ein Desaster?

Welches Unternehmen erzielte bislang das größte Emissions- volumen?

Welche Darsteller verdienen am meisten?

Diese Models verdienten 2014 am meisten

In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?

mehr Top Rankings

Umfrage

Verkehrsminister Dobrindt erwägt scheinbar, die Pkw-Maut vorerst nur auf Autobahnen einzuführen. Was halten Sie von diesem Rückzieher?