Der Meister und Pokalsieger
Borussia Dortmund übertraf mit 34 Millionen Euro den Gewinn aus dem Vorjahr deutlich um 29 Millionen Euro. Der Umsatz betrug 191 Millionen Euro.
Mit den Konzernerlösen von 215 Millionen Euro (Vorjahr: 151,5 Mio), die auch das Merchandising einschließen, übertraf der BVB erstmals die 200 Millionen-Euro-Marke, die in der Bundesliga bislang erst Bayern München und Schalke 04 erreicht hatten.
Von dem Gewinn sollen auch die Aktionäre profitieren. Der Vorstand schlägt vor, erstmals seit dem Börsengang eine
Dividende auszuschütten. Die Höhe steht noch nicht fest. Insgesamt sollen aber mehrere Millionen Euro an die Aktionäre fließen, sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke am Donnerstag in Dortmund.
Der BVB konnte auch die Schulden deutlich verringern. Sie fielen um 15 Millionen auf 40 Millionen Euro. Der Kagawa-Transfer zu
Manchester United mit rund 16 Millionen Euro ist noch nicht enthalten, da die Summe neun Tage nach Bilanzende (30. Juni) einging.
Die Aktie von Borussia Dortmund ist nach Vorlage der Zahlen zeitweise auf den höchsten Stand seit etwa einem halben Jahr gesprungen.
Ein Börsianer sieht die Zahlen einen "Kloppschen Jubellauf" wert. Sie hätten den Aktien nun endlich auch die Initialzündung für einen Anstieg über 2,52 Euro gegeben, wo bisher aus charttechnischer Sicht eine richtige Mauer gestanden habe. Ein anderer Händler sagte: "Ein toller Verein mit einem guten Trainer und einem sehr schönen Stadion - da haben es die Verkäufer schwer."
"Die Zahlen sind sehr gut ausgefallen", bestätigte Analyst Sebastian Hein vom Bankhaus Lampe. Das sei allerdings angesichts des sportlichen Erfolgs und auch wegen der Verkäufe von Spielern wie Kagawa und Barios zu erwarten gewesen. Das Kapital investiere der BVB aber klug in spielernahe Infrastruktur wie das Stadion und gute Trainingsmöglichkeiten sowie auch in die Schuldtilgung, was aus Sicht von Hein genau der richtige Weg ist. Er bewertet das Papier derzeit mit "Halten" und einem Kursziel von 2,60 Euro. /fat/la/wd/DP/fbr DORTMUND (dpa-AFX)
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Platz 15: Juventus Turin
Juventus Turin ging 2007 als dritter italienischer Verein an die Börse. Trotz Gewinn der Meisterschaft im Mai 2012, verlor die Aktie seitdem rund 40 Prozent an Wert. Seit 2001 beträgt der Verlust ganze 90 Prozent.