Von Kirsten Bienk
Die Deutsche Bahn verklagt den Stahlkonzern ThyssenKrupp und andere Unternehmen des sogenannten Schienenkartells auf Schadenersatz. Das Landgericht Frankfurt soll nach Angaben des Staatsunternehmens in den nächsten Monaten darüber entscheiden, wie viel Geld die Bahn als Wiedergutmachung erhält. Über die Höhe des Schadenersatzes machte die Bahn keine Angaben. Medienberichten zufolge will der Konzern 750 Millionen Euro von den am Kartell beteiligten Unternehmen zurückholen. Auf ThyssenKrupp dürfte der Löwenanteil entfallen.
ThyssenKrupp und andere Unternehmen sollen sich viele Jahre lang abgesprochen und von der Deutschen Bahn überhöhte Preise für Gleise und Weichen verlangt haben. Das Bundeskartellamt hatte bereits im Sommer die Gesetzesverstöße festgestellt. Sie forderte eine Geldbuße von 124,5 Millionen Euro. Vier Fünftel davon entfielen auf den deutschen Stahlkonzern.
Die Unternehmen haben aber nicht nur die Bahn, sondern auch die Steuerzahler geschädigt. Die Bundesregierung gibt jedes Jahr viele Milliarden für die Modernisierung des Streckennetzes aus.
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December 20, 2012 03:06 ET (08:06 GMT)
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