29.11.2012 18:58
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Bahn warnt vor Finanzlücke bei Schienennetz

    BERLIN (dpa-AFX) - In das deutsche Schienennetz muss aus Sicht der Bahn schon bald mehr Geld gesteckt werden. Der Infrastrukturvorstand des Unternehmens, Volker Kefer, schrieb in einem Mitarbeiterbrief: "Das Bestandsnetz ist unterfinanziert." Die Lücke zwischen dem Bedarf für Instandhaltung und den 2,5 Milliarden Euro, die der Eigentümer Bund jährlich dafür zahle, liege bei einem dreistelligen Millionenbetrag, heißt es in dem Schreiben vom 21. November, das der dpa vorliegt. Zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Donnerstag) darüber berichtet.

 

    "Allein für die Instandhaltung der Brücken sind jährlich zusätzlich 150 Millionen Euro erforderlich", schrieb der Manager. Insgesamt seien Instandhaltungskosten für das Netz von mindestens 190 Millionen Euro "nicht planerisch hinterlegt". Der Zeitung sagte Kefer, derzeit liefere die Netzsparte einen ordentlichen Beitrag zum Gewinn der Bahn. Wenn die Investitionen und damit die Verschuldung weiter anstiegen, müsse das Unternehmen aber noch mehr verdienen, aber "genau danach sieht es nach den neuesten Planungen nicht mehr aus".

 

    Zu den 2,5 Milliarden Euro vom Bund aus der laufenden Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung gibt die Bahn jährlich 500 Millionen aus Eigenmitteln. Das Geld wird vor allem für das Schienennetz, aber auch für Bahnhöfe und die Energieversorgung benötigt. Doch es reiche nicht, sagte Kefer. Das fehlende Geld müsse "entweder vom Bund oder von der Kundschaft" kommen./brd/DP/jha

 

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