09.03.2017 11:31
Bewerten
 (1)

Schäuble will von EZB rechtzeitigen Einstieg in den Ausstieg

Banken mahnen: Schäuble will von EZB rechtzeitigen Einstieg in den Ausstieg | Nachricht | finanzen.net
Banken mahnen
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat vor der Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag zu einem rechtzeitigen Beginn des geldpolitischen Ausstiegs gemahnt.
"Je länger die Niedrigzinsphase andauert, desto größer werden die Belastungen", warnte Schäuble bei einer finanzwirtschaftlichen Konferenz in Berlin. "Deshalb werbe ich für einen rechtzeitigen Ein- in den Ausstieg." Dies werde "schwierig genug" werden.

   Schäuble betonte bei der Konferenz zur Rolle regional verankerter Banken im Rahmen des deutschen Vorsitzes bei den 20 führenden Industrie- und Schwellenländern (G20), "dass die Fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen an ihre Grenzen gestoßen sind" und unterstrich: "Das wird ja weltweit immer stärker Konsens". Denn es gebe "nun wirklich fast nirgends auf der Welt einen Mangel an Verschuldung", weder öffentlicher noch privater.

   Schäuble warnte, man dürfe sich die Zahlen nicht zu oft anschauen, "weil man sonst der Gefahr, depressiv zu werden, ausgesetzt ist". Auch Deutschlands Verschuldung liege nach wie vor weit über der erlaubten Grenze.

<

p>Sparkassen und Volksbanken mahnen EZB zum Ausstieg

Die deutschen Sparkassen und Genossenschaftsbanken drängten die EZB bei der Konferenz ausdrücklich zu einem Ausstieg aus ihrer ultralaxen Geldpolitik.

   "Ich erwarte, dass die EZB mit derselben Argumentation, mit der sie in der Vergangenheit mit Blick auf die Inflation ihre unorthodoxe Geldpolitik begründet hat, die entsprechenden Schritte einleitet", sagte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Georg Fahrenschon. Die Abfolge sei da "glasklar", mahnte der Sparkassen-Präsident: "Erst ein Abschmelzen des Ankaufprogramms und dann ein Zurückführen des Zinses in die richtige Höhe."

   Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Uwe Fröhlich, mahnte die EZB bei einer Pressekonferenz mit Fahrenschon in Berlin zu einem "dringenden" geldpolitischen Umsteuern. "Die Geldpolitik ist insbesondere für Deutschland extrem unglücklich", warnte er. Allerdings rechnete Fröhlich damit, dass EZB-Präsident Draghi an der Politik der vergangenen zwei Jahre festhalten werde.

  DJG/ank/smh Dow Jones Newswires

Bildquellen: Chesnot/Getty Images, PAUL J. RICHARDS/AFP/Getty Images, Christian Marquardt/Getty Images
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX trotz Brexit-Antrags im Plus -- Dow stabil erwartet -- Deutsche Bank zu US-Millionenstrafe verurteilt -- Daimler erwartet Rekordquartal -- Grammer, AURELIUS, Tesla im Fokus

Banken drehen ins Minus - Bericht über Kurs der EZB belastet. Unzufriedene Anleger schicken Scout24-Aktie auf Tief seit November. UBS-Analyst: Nur unter diesen Bedingungen kann die Apple-Aktie auf 200 Dollar steigen. SolarWorld verspricht bis 2019 wieder schwarze Zahlen. Mercedes und VW rufen in China fast eine Million Autos zurück.

Top-Rankings

Hier macht Arbeiten Spaß
Die besten Arbeitgeber weltweit
KW 12: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 12: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Der bayerische Handelsverband rechnet mit einem deutlichen Anstieg der Lebensmittelverkäufe über das Internet. Wäre das auch was für Sie?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
AURELIUS Equity Opp. SE & Co. KGaAA0JK2A
Deutsche Bank AG514000
CommerzbankCBK100
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
Apple Inc.865985
Allianz840400
EVOTEC AG566480
Nordex AGA0D655
E.ON SEENAG99
BASFBASF11
Deutsche Telekom AG555750
BayerBAY001
BMW AG519000
Infineon Technologies AG623100