Der Bundesverband Deutscher Banken (BdB) hält an seiner Absicht fest, den in die Kritik geratenen Deutsche-Bank-Chef Jürgen Fitschen im nächsten Jahr zum Verbandspräsidenten zu machen. BdB-Präsident Andreas Schmitz sagte der Süddeutschen Zeitung, Fitschen werde wie vorgesehen sein Nachfolger. Die Frage nach einem Abrücken von diesem Plan stelle sich nicht. "Fitschen ist der Richtige an der Spitze des Verbandes."
Fitschen war nach seiner telefonischen Intervention bei Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier wegen der Steuer-Razzia heftig kritisiert worden. SPD-Spitzenpolitiker legen dem Manager sogar nahe, auf den Präsidentenposten beim BdB zu verzichten. "Der Bankenverband muss wissen, von wem er sich wie repräsentieren lassen möchte", sagte der rheinland-pfälzische Finanzminister Carsten Kühl (SPD) Handelsblatt Online.
Ähnlich äußerte sich der Vorsitzende der SPD in Schleswig-Holstein, Ralf Stegner. "Dass der Chef der Deutschen Bank sich so eben mal beim Hessischen Ministerpräsidenten beschwert, weil die Staatsanwaltschaft ihre Arbeit tut, ohne Herrn Fitschen vorher um Erlaubnis gebeten zu haben, zeigt ein merkwürdiges Rechtsstaatsverständnis", sagte Stegner zu Handelsblatt Online.
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December 17, 2012 13:20 ET (18:20 GMT)
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