09.01.2013 17:54
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Barthle: Keine Spekulation über Zypern-Hilfe vor Troika-Bericht

   Von Andreas Kißler

   BERLIN--In der Diskussion um ein Hilfsprogramm für Zypern hat der Unions-Haushaltsexperte Norbert Barthle ein Ende der Spekulationen über dessen Erfolgsaussichten verlangt. Er hält es für zweckmäßig, erst einen Bericht der internationalen Geldgeber abzuwarten. Er kündigte zudem an, die "russischen Aspekte" der Situation in Zypern besonders zu prüfen.

   "Solange nicht alle Fakten und vor allem der Bericht der Troika vorliegt, braucht man über die Erfolgsaussichten des Zypern-Antrags nicht zu spekulieren", sagte Barthle Dow Jones Newswires. Zypern verhandelt seit Sommer vergangenen Jahres mit der Eurozone und dem Internationalen Währungsfonds über ein Rettungsprogramm. Das Land benötigt nach eigenen Angaben Kredite in Höhe von 17,5 Milliarden Euro. Davon sollen 12 Milliarden Euro dem Bankensektor zufließen. Das Handelsblatt meldet, dass die Euro-Finanzminister frühestens im März grünes Licht für den Inselstaat geben wollen.

   Eine Rekapitalisierung der zyprischen Banken ist aber umstritten, weil die Institute laut Berichten viel Schwarzgeld russischer Oligarchen verwalten. Barthle machte klar, dass die Unions-Fraktion hierauf in der Diskussion ein besonderes Augenmerk legen will. "Klar ist, dass wir uns bei einem Nothilfeprogramm für Zypern die 'russischen' Gesichtspunkte besonders kritisch anschauen würden," sagte der CDU-Politiker.

   Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach sich am Mittwoch strikt gegen eine Sonderbehandlung Zyperns bei der Gewährung von EU-Hilfsgeldern aus. "Wir sind uns einig, dass es keine Sonderbedingungen für Zypern geben darf", sagte Merkel in Berlin. Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel drohte seinerseits, einem Rettungspaket nicht zuzustimmen.

   Kontakt zum Autor: andreas.kissler@dowjones.com

   DJG/ank/chg

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   January 09, 2013 11:24 ET (16:24 GMT)

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