MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Übernahme des größten neuseeländischen Obsthändlers Turners & Growers (T&G) hat sich für die
BayWa ausgezahlt. Die Geschäfte der neuseeländischen Tochter haben die Erwartungen von Europas größtem Agrarhändler nach eigenen Angaben übertroffen und damit Rückgänge auf heimischen Märkten ausgeglichen. Erstmals habe das Obstgeschäft im ersten Halbjahr dadurch mehr als 15 Prozent zum Agrarergebnis beigetragen.
Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg bis Ende Juni um 2,7 Prozent auf 91,1 Millionen, wie BayWa am Donnerstag in München mitteilte. Der Umsatz kletterte um zwölf Prozent auf 5,1 Milliarden Euro. Experten hatten mit niedrigeren Zahlen gerechnet. Die im MDAX (MDAX) notierte Aktie legte in der ersten Handelsstunde leicht zu.
Profitieren konnte der Handels- und Dienstleistungskonzern auch von guten Geschäften mit erneuerbaren Energien. Ein Nachfrageboom für Photovoltaikanlagen bescherte dem Unternehmen in der Sparte ein Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr von 70,4 Prozent auf 185,3 Millionen Euro.
Die guten Ergebnisse im Agrar- und Energiegeschäft machen BayWa mit Blick aufs kommende Halbjahr optimistisch. Das Unternehmen will bei Umsatz und Ergebnis weiter zulegen. Ohne weitere Wetterkapriolen sei mit einem weiterhin positiven Obstgeschäft zu rechnen.
Mit dem nahenden Winter setzt der Konzern auf ein starkes Heizölgeschäft. An der Prognose fürs Gesamtjahr hält die BayWa nach dem guten Saisonstart fest. Vorstandschef Klaus Josef Lutz, dessen Vertrag erst am Mittwochabend bis 2017 verlängert wurde, rechnet im laufenden Jahr mit einem Umsatz- und Gewinnanstieg./fbr/zb/kja