FRANKFURT (Dow Jones)--Der Aufsichtsratsvorsitzende der Bayer AG, Manfred Schneider, will sich nach Ablauf seines Mandats im April nicht noch einmal für eine Amtszeit wählen lassen. "Es wird in diesem Jahr einen Wechsel im Vorsitz des Aufsichtsrates geben", sagte der 73-jährige im Gespräch mit dem Wirtschaftsmagazin Capital. Über seinen Nachfolger wollte er nicht spekulieren: "Wer das Gremium künftig leitet, überlasse ich selbstverständlich dem Gremium selbst."
Seit Tagen wird spekuliert, dass der frühere Vorstandsvorsitzende des Pharma- und Chemiekonzerns, Werner Wenning, in den Aufsichtsrat einziehen könnte. Ohne den Namen Wenning zu nennen, erklärte Schneider, er sei "ein absoluter Vertreter der These, dass es sinnvoll ist, erfolgreiche Vorstandschefs zu Aufsichtsratsvorsitzenden zu machen".
Wenning hatte im Oktober 2010 den Chefposten an den Niederländer Marijn Dekkers übergeben. Nach deutschen Recht kann er erst nach einer zweijährigen Karenzzeit in den Aufsichtsrat einziehen. Die Hauptversammlung von Bayer findet jedoch bereits am 27. April statt und damit einige Monate zu früh.
Laut Capital wäre eine denkbare Option, dass sich Schneider im April noch einmal zur Wahl stellen könnte, mit der Ankündigung, im September Platz für Wenning zu machen. Die Aktionäre könnten auf der Hauptversammlung darüber abstimmen. Schneider sagte, es werde bis zum Frühjahr "zweifellos" noch viele Spekulationen geben, "die Ihre ist eine sehr interessante".
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January 19, 2012 04:47 ET (09:47 GMT)
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