Leverkusen (aktiencheck.de AG) - Der Pharmakonzern
Bayer AG meldete am Donnerstag, dass
Bayer CropScience und der US-Chemiekonzern E. I. Du Pont de Nemours and Co. (DuPont) (ISIN US2635341090/ WKN 852046) eine Reihe langfristiger Verträge über die Nutzung wichtiger Pflanzeneigenschaften und -biotechnologien geschlossen haben.
Den Angaben zufolge sollen die Verträge dazu beitragen, die landwirtschaftliche Produktivität weltweit zu erhöhen. Die Abkommen würden beiden Unternehmen Möglichkeiten für eine signifikante Wertschöpfung durch Umsätze mit Pflanzenschutzmitteln und Saatgut sowie durch Lizenzgebühren bieten. Die Vereinbarungen würden die wechselseitige Vergabe von Lizenzen umfassen. Sie sollen Saatgut-Lösungen der nächsten Generation sowie neue Strategien zur Kontrolle von Unkräutern und Schadinsekten von BayerCropScience und den DuPont-Unternehmensbereichen Crop Protection und Pioneer Hi-Bred ermöglichen. Mit den Vereinbarungen werden zudem ausstehende Rechts- und Patentstreitigkeiten auf dem Gebiet der Schädlingsbekämpfung und der so genannten Safener beigelegt, hieß es.
Im Rahmen der Verträge vergibt Bayer CropScience Lizenzen an Pioneer zur Nutzung der Marke LibertyLink für dessen genetisches Zuchtmaterial in Mais und Sojabohnen. Zudem wird Bayer CropScience Pioneer weltweit bei regulatorischen Fragen zu Pioneer-Produkten mit der Pflanzeneigenschaft LibertyLink unterstützen. Zudem erhält Pioneer die Möglichkeit, diese Glufosinat-Toleranz-Technologie bei der Sojabohnen-Produktentwicklung zu nutzen.
Auf dem Gebiet der Resistenz gegen Schadinsekten gewährt BayerCropScience Lizenzen im Zusammenhang mit seinem so genannten Dual-Bt-Patent, verbunden mit eingeschränkten Rechten, Sublizenzen für die Entwicklung der nächsten Generation von insektenresistentem Mais zu vergeben.
Als Teil der Vereinbarungen vergibt Bayer CropScience Rechte an den Vertragspartner, weiterhin die DuPontTM Q-Produktformulierungen mit dem Safener-Wirkstoff Isoxadifen von Bayer anzubieten. Diese Pflanzenschutzmittel würden dem Landwirt im Maisanbau Ertragssicherheit bieten. DuPont erhält zudem Rechte, Mischungen von Isoxadifen mit bestimmten so genannten HPPD-Herbiziden und seinen Sulfonylharnstoff-Herbiziden anzubieten sowie Lizenzen, die es DuPont ermöglichen, eine breite Palette künftiger Pflanzenschutzmittel anzubieten.
Wie weiter mitgeteilt wurde, umfassen die Abkommen zudem eine Reihe von weiteren gegenseitigen Lizenzvereinbarungen über Schlüsseltechnologien zwischen den beiden Unternehmen. Weitere Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben.
Die Aktie von Bayer verliert derzeit 2,65 Prozent auf 37,85 Euro. (25.06.2009/ac/n/d)