NEW YORK (dpa-AFX) - Der deutsche Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat mit seinem neuen Gerinnungshemmer Xarelto in den USA einen klaren Erfolg erzielt. Die US-Gesundheitsbehörde FDA erteilte dem Medikament zum Schutz vor Schlaganfällen bei Patienten mit Herzrhythmusstörungen die Zulassung. Dies teilte die FDA am Freitag mit. Zuvor hatte sich ein FDA-Ausschuss bereits für eine Zulassung ausgesprochen. Vor dessen Votum hatten kritische Fragen von Vertretern der FDA noch die Erwartungen an eine rasche Zulassung vorübergehend gedämpft.
Xarelto gilt als der entscheidende Hoffnungsträger für das Bayer-Pharmageschäft. Der Einsatz bei Schlaganfällen ist ein besonders umsatzträchtiges Anwendungsgebiet. Das Mittel ist für andere - allerdings weniger lukrative - Gebiete bereits zugelassen. Insgesamt traut Bayer dem Mittel in allen Einsatzgebieten Spitzenumsätze von mehr als zwei Milliarden Euro pro Jahr zu. Dies bekräftigte eine Sprecherin am Freitag auf Anfrage von dpa-AFX.
Bayer entwickelt das Mittel zusammen mit seinem US-Partner Johnson & Johnson (JohnsonJohnson) . Während Bayer die Vertriebsrechte für Xarelto für sämtliche Märkte außerhalb der USA besitzt, hat der Kooperationspartner Johnson & Johnson diese für die USA und verbucht etwaige Umsätze bei sich.
Zuletzt waren auch die Nachrichten aus Europa für Bayer im Zusammenhang mit Xarelto positiv. So hatte der Ausschuss für Human-Arzneimittel der Europäischen Arzneimittelagentur erst jüngst die Zulassung des Mittels zur Schlaganfall-Vorbeugung und bei bestimmten Venenthrombosen empfohlen. Bayer rechnet noch im laufenden Jahr mit der Zulassungsentscheidung./jha/ck