FRANKFURT (Dow Jones)--Die Bayer Schering Pharma AG sieht sich einem Rechtsstreit mit ihrem US-Partner Onyx Pharmaceuticals Inc gegenüber. Onyx will gerichtlich klären lassen, dass sie gemeinsam mit der Bayer-Tochter die Rechte an dem Wirkstoff Fluoro-Sorafenib habe, da dieser im Zuge einer Kooperation der beiden Unternehmen entdeckt worden sei.
Onyx zufolge hat der Wirkstoff Fluoro-Sorafenib, eine Variante des Mittels "Nexavar" nahezu den gleichen chemischen Aufbau wie Nexavar (Sorafenib) selbst, mit Ausnahme eines Atoms. Das neue Molekül sei während einer Forschungskooperation mit Bayer im Jahr 1998 identifiziert worden. Verhandlungen mit dem deutschen Unternehmen über die Rechte von Onyx an Fluoro-Sorafenib im Rahmen der Kooperationsvereinbarung von 1994 seien nicht produktiv gewesen, schreibt Onyx in einer Mitteilung vom Sonntag.
Ungeachtet des Rechtsstreits will Onyx weiterhin mit Bayer an der Entwicklung und Kommerzialisierung des Krebsmedikaments Nexavar zusammenarbeiten. Ein Sprecher von Bayer Schering führte an, dass Unternehmen werde sich verteidigen, allerdings liege ihm die Klageschrift bisher noch nicht vor. "Wir sind der Meinung, dass Onyx kein Recht an dem Wirkstoff hat", sagte der Sprecher.
Nexavar ist ein in zahlreichen Ländern eingesetztes Medikament gegen Nieren- und Leberkrebs. Das geschätzte weltweite Umsatzpotenzial des Produkts beläuft sich auf 750 Mio EUR allein in den zugelassenen Indikationen. Darüber hinaus befindet sich Nexavar in der fortgeschrittenen klinischen Entwicklung bei vielen weiteren Krebsarten.
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May 18, 2009 01:35 ET (05:35 GMT)
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