Leverkusen (aktiencheck.de AG) - Der Pharma- und Chemiekonzern
Bayer AG meldete am Dienstag, dass
Bayer HealthCare und das amerikanische Biotech-Unternehmen Genzyme Corp. (ISIN US3729171047/ WKN 871137) am 29. Mai 2009 die behördlichen Genehmigungen für ihre am 31. März 2009 bekannt gegebene strategische Allianz erhalten haben. Damit sei die Transaktion erfolgreich abgeschlossen.
Den Angaben zufolge überträgt Bayer mit der Vereinbarung die Lizenzen für seine Produkte des hämatologischen Onkologieportfolios auf Genzyme. In vielen Ländern beginnt Genzyme ab heute mit dem Verkauf und der Vermarktung von Campath/ MabCampath (Wirkstoff: Alemtuzumab), Fludara (Wirkstoff: Fludarabinphosphat) und Leukine (Wirkstoff: Sargramostim). Genzyme hat nun für die Entwicklung, die Vermarktung und den Verkauf der erworbenen Onkologieprodukte die vollständige Verantwortung und wird die Verkaufserlöse für die USA und mehr als 90 andere Länder verbuchen. In einigen Ländern haben Genzyme und Bayer vereinbart, dass Bayer den Vertragspartner für eine Übergangszeit unterstützt, um die Versorgung mit den Produkten bei Patienten und Gesundheitsdienstleistern zu gewährleisten.
Zusätzlich zu der Übertragung des hämatologischen Onkologie-Portfolios werde Genzyme nach erfolgter Lizenzierung durch die US-Arzneimittelbehörde FDA auch die Bayer-Produktionsstätte für Leukine in Seattle, Washington, erwerben. Bayer werde als Vertragshersteller für Genzyme weiterhin Fludara produzieren.
Wie weiter mitgeteilt wurde, wird Bayer im Rahmen des Vertrages auch die weltweiten Rechte zur Vermarktung und Entwicklung für Alemtuzumab an Genzyme zurückzugeben. Die Unternehmen würden ihre Partnerschaft bei der Entwicklung von Alemtuzumab für Multiple Sklerose (MS) jedoch weiterführen. Sollte das Präparat eine Zulassung für diese Indikation erhalten, werden Bayer und Genzyme es weltweit gemeinsam vermarkten, hieß es.
Die Aktie von Bayer verliert derzeit 1,90 Prozent auf 39,83 Euro. (02.06.2009/ac/n/d)