LEVERKUSEN (Dow Jones)--Die Bayer MaterialScience darf laut eines Eilbeschlusses des Verwaltungsgerichts Düsseldorf (VG) ihre Kohlenmonoxid-Fernleitung zwischen Dormagen und Krefeld-Uerdingen weiterhin vorläufig nicht in Betrieb nehmen. Mit der aktuellen Entscheidung bleibe die aufschiebende Wirkung zweier Privatklagen gegen den Planfeststellungsbeschluss hinsichtlich des Betriebs der Leitung bestehen, teilte die Bayer AG, Leverkusen, am Dienstag mit.
Der Konzern hatte im Streit um die Fernleitung den Eilantrag beim VG Düsseldorf im März 2009 gestellt. Nach der Eilentscheidung will Bayer MaterialScience den neuen Gerichtsbeschluss nun eingehend prüfen.
Das Gericht hatte am Berichtstag den Antrag auf Inbetriebnahme der bereits weitgehend fertiggestellten CO-Pipeline abgelehnt. Damit bleibt deren Betrieb weiterhin untersagt.
Das Gericht sei zu dem Ergebnis gelangt, dass sich die Sicherheitslage durch Änderungsbescheide der Bezirksregierung Düsseldorf vom 2. und 3. März 2009 nicht verbessert, sondern verschlechtert habe. Demnach würde ein ursprünglich vorgesehenes oberflächennahes Warnband entfallen, die Breite der sogenannte Geo-Grid-Matten von den ursprünglich 80 cm auf nunmehr 60 cm und die Rohrwandstärke an verschiedenen Stellen von 6,3 mm auf 5,6 mm reduziert. Hierdurch sei das Sicherheitsniveau der Pipeline erheblich abgesenkt worden. Eine abschließende Klärung müsse dem Hauptsacheverfahren vorbehalten bleiben.
Bayer ist eigenen Angaben zufolge weiterhin von der Sicherheit der Pipeline überzeugt. Das gelte insbesondere auch für die vom Verwaltungsgericht erwähnten Planänderungen hinsichtlich der Geo-Grid-Matten, der Trassenwarnbänder sowie der Rohrwandstärke an besonderen Bauabschnitten. Das im Planfeststellungsbeschluss vom 14. Februar 2007 geforderte Sicherheitsniveau werde auch nach den Planänderungen erreicht. Das Sicherheitskonzept der Leitung setze Maßstäbe im Pipelinebau und gehe über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus.
Bayer MaterialScience hatte die Versorgungsleitung gebaut, um die Chemiestandorte Dormagen und Krefeld-Uerdingen zu verbinden. Benötigt wird die 67 Kilometer lange Pipeline zum Transport von Kohlenmonoxid. Im Chemiepark Krefeld-Uerdingen reichte die Kapazität zur Herstellung der notwendigen Kohlenmonoxidmenge im Gegensatz zu Dormagen nicht mehr aus.
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May 26, 2009 11:33 ET (15:33 GMT)
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