Leverkusen (aktiencheck.de AG) - Der Pharmakonzern Bayer AG hat gemeinsam mit seinem US-Partner Onyx Pharmaceuticals Inc. eine Phase-III-Studie mit Nexavar bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem differenziertem Schilddrüsenkrebs begonnen. Dies geht aus einer am Freitag veröffentlichten Pressemitteilung des Konzerns hervor.
In die Studie werden dabei Patienten aufgenommen, die auf eine Radiojod-Behandlung nicht mehr ansprechen (Radiojod-refraktär). Diese Entscheidung basiert auf Phase-II-Ergebnissen mit Nexavar bei fortgeschrittenem Schilddrüsenkrebs. "Die Therapieoptionen für Patienten mit Schilddrüsenkrebs, die auf eine Radiojod-Behandlung nicht mehr ansprechen, sind derzeit begrenzt", sagte Dimitris Voliotis, zuständig für die globale klinische Entwicklung von Nexavar bei Bayer HealthCare. "Deshalb werden wir Nexavar in einer randomisierten Phase-III-Studie prüfen, um den möglichen Nutzen für Patienten mit Schilddrüsenkrebs vollständig zu erfassen."
Im Zuge der Studie erhalten Patienten randomisiert entweder 400 mg orales Nexavar zweimal täglich oder Plazebo, bis die Prüfmedikation wegen Fortschreiten des Tumors oder Nebenwirkungen abgesetzt wird. Primärer Endpunkt der Studie ist das nach den RECIST-Kriterien (Response Evaluation Criteria in Solid Tumors) definierte progressionsfreie Überleben. Zu den sekundären Endpunkten gehören die Gesamtüberlebensrate, die Zeit bis zur Progression und die Ansprechrate. Sicherheit und Verträglichkeit der beiden Behandlungsgruppen werden ebenfalls verglichen, hieß es weiter..
Die Aktie von Bayer notiert aktuell mit einem Plus von 1,27 Prozent bei 48,62 Euro. (23.10.2009/ac/n/d)