LEVERKUSEN (Dow Jones)--Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer will seine Phase-III-Daten zu dem Gerinnungshemmer "Rivaroxaban" (Xarelto) bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom im November vorstellen. Die detaillierten Ergebnisse (ATLAS-ACS-2-TIMI-51-Studie) werden am 13. November auf dem Jahreskongress der American Heart Association in Chicago präsentiert, teilte der Konzern am Freitagmorgen mit. Vor einer Woche gaben die Leverkusener bekannt, mit ihrem Hoffnungsträger in einer weiteren wichtigen Indikation vorangekommen zu sein. Die Phase-III-Studie Patienten mit akutem Koronarsyndrom (ACS) hat ihren primären Wirksamkeitsendpunkt erreicht.
Das Mittel war in der Studie zusammen mit der Standardtherapie eingesetzt worden. Im Vergleich zur Standardtherapie plus Placebo sei bei der Anwendung von Xarelto mit dem Wirkstoff Rivaroxaban eine statistisch signifikante Verringerung von Herzinfarkten, Schlaganfällen und kardiovaskulären Todesfällen bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom gezeigt worden, hieß es von Bayer.
Den Antrag auf Marktzulassung will der Konzern noch in diesem Jahr sowohl in Europa als auch in den USA stellen, sagte ein Bayer-Sprecher vor einigen Tagen. In den USA entwickelt und vermarktet Bayer das Mittel mit dem Partner Johnson & Johnson. Das Indikationsgebiet dürfte für Bayer viel versprechend sein, denn die chronischen Herzkrankheiten sind ebenso wie die Vorbeugung von Schlaganfällen, wo das Mittel ebenfalls erprobt wird, große Indikationen mit einer hohen Zahl von betroffenen Patienten.
Zu dem erwarteten Umsatzpotenzial in der Indikation ACS wollte der Bayer-Sprecher keine Angaben machen. Es gelte weiter, dass Bayer über alle Indikationen ein Spitzen-Umsatzpotenzial von mehr als 2 Mrd EUR erwarte, hieß es lediglich. Warburg-Analyst Ulrich Huwald traut dem Mittel in dieser Indikation ein Spitzenumsatzpotenzial von mehr als 500 Mio EUR zu.
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October 07, 2011 03:13 ET (07:13 GMT)
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