Leverkusen (aktiencheck.de AG) - Der Pharma- und Chemiekonzern
Bayer AG fokussiert sein Onkologie-Geschäft und stärkt sein Pflanzenschutz-Portfolio.
Wie der im DAX30 notierte Konzern am Dienstag mitteilte, überträgt Bayer HealthCare sein hämatologisches Onkologie-Portfolio an das amerikanische Biotech-Unternehmen Genzyme Corp. (ISIN US3729171047/ WKN 871137). Im Gegenzug erhält Bayer von Genzyme umsatzabhängige Meilensteinzahlungen und Lizenzgebühren bis zu 650 Mio. Dollar. Die frei werdenden Ressourcen im Therapiegebiet Onkologie will Bayer HealthCare zur Fokussierung auf das Hauptprodukt Nexavar und Entwicklungsprojekte nutzen. Außerdem verbessert sich die Rentabilität des Geschäftsbereichs deutlich, hieß es weiter.
Die beiden Unternehmen setzen ihre bestehende Entwicklungskooperation bei dem Wirkstoff Alemtuzumab gegen MS fort. Die Lizenz für die weltweite Vermarktung nach Zulassung geht an Genzyme zurück. Bayer erhält im Gegenzug bei erfolgreichem Abschluss des Entwicklungsprogramms und der Zulassung von Alemtuzumab die Option auf Co-Promotionsrechte weltweit für das Präparat in dieser Indikation, die das Unternehmen wahrnehmen wird. Hinzu kommen für bis zu zehn Jahre Lizenzgebühren von 20 bis 35 Prozent des Umsatzes, maximal jedoch 1,25 Mrd. Dollar. Darüber hinaus erhält Bayer umsatzabhängige Meilensteinzahlungen nach 2020, es sei denn Genzyme löst diese Verpflichtung gegen eine Zahlung von 625 bis 900 Mio. Dollar ab.
Die Transaktion bedarf noch der behördlichen Prüfung und Zustimmung. Dieses Verfahren könnte bis zum Ende des zweiten Quartals 2009 abgeschlossen sein.
Den weiteren Angaben zufolge übernimmt Bayer CropScience biologische Produkte von AgroGreen für das Pflanzenschutz-Geschäft. Mit dieser Akquisition erweitert Bayer CropScience sein Angebot an Pflanzenschutzlösungen um Mittel zur biologischen Schädlingsbekämpfung.
Die Aktie von Bayer notiert aktuell bei 35,98 Euro (-0,74 Prozent). (31.03.2009/ac/n/d)