09.11.2012 10:33
Bewerten
 (3)

Wirtschaftsministerium sieht großes Risiko für Wachstumsausblick

Beachtliche Risiken: Wirtschaftsministerium sieht großes Risiko für Wachstumsausblick | Nachricht | finanzen.net
Beachtliche Risiken

Die weitere Entwicklung der deutschen Wirtschaft ist nach Einschätzung der Konjunkturexperten im Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) mit erheblichen Unsicherheiten behaftet.

"Die Risiken sind nach wie vor beachtlich", heißt es im aktuellen Monatsausblick des Ministeriums von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP). Die sich für das Winterhalbjahr abzeichnende Abschwächung stufen die Experten gegenwärtig dennoch als nur "vorübergehende Schwächephase" ein. Die binnenwirtschaftlichen Auftriebskräfte hätten nach wie vor Substanz und sorgten für zunehmende Konsumausgaben. Zudem dürfte die Weltwirtschaft im Laufe des kommenden Jahres ihr derzeit zögerliches Wachstumstempo allmählich wieder etwas erhöhen, heißt es. Das eröffne der deutschen Exportwirtschaft neue Chancen. Auch wirke die Geldpolitik weiter anregend.

   Für das beginnende Winterhalbjahr allerdings deutet sich nach insgesamt solidem Wachstum im ersten Dreivierteljahr 2012 eine deutlich schwächere Entwicklung an. Als Ursachen benennen die BMWi-Konjunkturexperten vor allem die Verunsicherung durch die Euroschuldenkrise sowie das rezessive Umfeld in der Eurozone. Die Stimmungsindikatoren sowohl in der gewerblichen als auch in der Dienstleistungswirtschaft hätten sich "merklich eingetrübt".

   Im Winterhalbjahr sei daher mit Investitionszurückhaltung zu rechnen. Die Nachfrage nach industriellen Erzeugnissen aus dem In- und Ausland lasse nach. Zudem dürften in den kommenden Monaten außenwirtschaftliche Impulse ausbleiben. Die Industrieproduktion werde sich im Jahresschlussquartal abschwächen. Trotz des nach wie vor hohen Beschäftigungsstandes dürfte auch die Beschäftigungsentwicklung an Schwung verlieren und die Zahl der Beschäftigten kaum weiter steigen.

   Trotz des abnehmenden Beschäftigungswachstums dürften die privaten Konsumausgaben weiter zulegen. Die Einkommen der abhängig Beschäftigten erhöhen sich weiter spürbar und unterstützen das nach wie vor freundliche Konsumklima in Deutschland. Auch die Preissteigerungen bleiben bislang in etwa in dem von der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgegebenen Zielbereich. Die EZB hat sich zum Ziel gesetzt, dass die Inflationsrate im Euroraum 2 Prozent nicht übersteigt.

   Trotz jüngster positiver Signale sehen es die BMWi-Experten als keineswegs gesichert an, dass sich die Konjunkturentwicklung in wichtigen Volkswirtschaften wie etwa den USA und China wieder belebt. Insgesamt bleibe das außenwirtschaftliche Umfeld insbesondere im Euroraum schwierig. Zudem weisen die rückläufigen Exporterwartungen der Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes auf eine Verlangsamung des Exportwachstums hin, sodass künftig mit geringeren außenwirtschaftlichen Impulsen zu rechnen ist. Das werde sich negativ in der Industrieproduktion niederschlagen. Angesichts einer schwächeren Auslandsnachfrage dürfte auch die inländische Nachfrage nach Vorleistungs- und Investitionsgütern vorerst schwach bleiben. Demgegenüber dürfte die Erzeugung im Bauhauptgewerbe stabil bleiben.

Dow Jones Newswires,   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 04 00 AM EST 11-09-12

Bildquellen: S.Borinov / Shutterstock.com
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Technologieaktien: Drei Möglichkeiten, um vom Trend "Digitale Fabrik" zu profitieren!
Die vierte industrielle Revolution ist im vollen Gange und verändert, vom Großteil der Gesellschaft völlig unbemerkt, bereits die Produktionsabläufe in den großen, industriellen Hallen. Wir zeigen Ihnen in der aktuellen Ausgabe des Anlegermagazins drei Möglichkeiten, wie Sie in den kommenden Monaten und Jahren von dem Zukunftstrend "Digitale Fabrik" profitieren können.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht im Plus aus dem Handel -- Deutsche Bank streicht Boni für Topmanager -- Goldman Sachs verdient mehr -- Citigroup-Überschuss klettert -- ASML im Fokus

Unternehmen warnen Trump vor Handelskrieg mit Peking. Von Goldman Sachs bis Deutsche Bank: Das haben Geldhäuser laut einer Studie mit Kim Jong-Un und der Mafia gemeinsam. Rocket Internet will 2017 drei Beteiligungen in die Gewinnzone bringen. Deutsche Inflation auf höchstem Stand seit Juli 2013.
Diese 10 Automobil Neuheiten gibt es bei der Detroit Auto Show 2017
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Diese 10 Aktien kann sich nicht jeder Investor leisten
Jetzt durchklicken

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Millionen-Dollar-URLs
Jetzt durchklicken
Welche Commodities entwickelten sich 2016 am stärksten?
Jetzt durchklicken
Mit diesem Studium wird man CEO im Dow Jones
Jetzt durchklicken
Das verdienen YouTube-Stars mit Videos
Jetzt durchklicken
So reich sind die Minister aus Donald Trumps Kabinett
Jetzt durchklicken
mehr Top Rankings

Umfrage

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat die Nato als obsolet bezeichnet. Halten Sie das Militärbündnis ebenfalls für überflüssig?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG 514000
Volkswagen AG Vz. (VW AG) 766403
Daimler AG 710000
BASF BASF11
E.ON SE ENAG99
Bayer BAY001
Commerzbank CBK100
Apple Inc. 865985
Deutsche Lufthansa AG 823212
Nordex AG A0D655
Deutsche Telekom AG 555750
Allianz 840400
K+S AG KSAG88
BMW AG 519000
Siemens AG 723610