BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die weltgrößte Brauerei Anheuser-Busch Inbev hat zwischen April und Juni von einem guten Geschäft in Deutschland und einer hohen Nachfrage im asiatisch-pazifischen Raum profitiert. Dort konnte der Konzern deutlich mehr Bier verkaufen und damit die Schwäche in den USA und Europa ausgleichen. Gestützt von höheren Preisen und positiven Währungseffekten legte der Umsatz konzernweit um 3,7 Prozent auf 9,95 Milliarden
Dollar (rund 7 Mrd Euro) zu. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 6,0 Prozent auf 3,75 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag in Brüssel mitteilte. Experten hatten beim Umsatz und operativen Gewinn mit einem Anstieg in dieser Größenordnung gerechnet.
Im hart umkämpften deutschen Markt konnte der Brauer, der hierzulande unter anderem mit den Marken Beck's, Franziskaner, Hasseröder und Löwenbrau vertreten ist, den eigenen Angaben zufolge den Marktanteil ausbauen. Der Absatz der AB-Inbev-Marken in Deutschland legte getrieben von einer hohen Nachfrage nach Beck's und Hasseröder fast zweistellig zu. Zudem profitierte AB Inbev von dem guten Wetter im April und Mai, das den Bier-Konsum in die Höhe trieb. Der Konzern bestätigte im Großen und Ganzen seine Prognosen für 2011. Das Absatzwachstum dürfte in der zweiten Jahreshälfte Fahrt aufnehmen - vor allem im vierten Quartal rechnet AB Inbev mit deutlich höheren Verkäufen als im Vorjahr. Bei den Kosten rechnen die Belgier trotz der Explosion bei einigen Rohstoffpreisen nur mit einem Anstieg im einstelligen Prozentbereich./zb/wiz