16.01.2013 12:58
Bewerten
 (0)

Bei Energiekonzern E.ON stehen Zeichen auf Streik

   Bei dem Energieriesen E.ON wird womöglich bald das erste Mal seit 13 Jahren wieder gestreikt. In der Tarifauseinandersetzung von E.ON mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (verdi) und der IG BCE hat die Große Tarifkommission am Mittwoch einstimmig das Scheitern der Verhandlungen beschlossen. "Wir werden jetzt umgehend mit der Vorbereitung der Urabstimmung beginnen. Sollten die Arbeitgeber in dieser Zeit kein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen, droht zum ersten Mal überhaupt ein unbefristeter Streik in der privaten Energiewirtschaft", sagte verdi-Verhandlungsführer Volker Stüber.

   Mit dem Angebot des Konzerns zur Lohnerhöhung haben sich die 30.000 Beschäftigten im Tarifstreit auch in dritter Runde nicht zufriedengeben wollen. Die Gewerkschaften IG BCE und Verdi hatten am Dienstag die Verhandlungen in Hannover daraufhin abgebrochen.

   Die beiden Gewerkschaften, die unter dem Namen "Tarifgemeinschaft Energie" zusammenarbeiten, hatten für die 30.000 Angestellten eine Lohnerhöhung von 6,5 Prozent über ein Jahr gefordert - zuviel für den Energieriesen. Der hatte am Dienstag sein Angebot zwar erhöht, jedoch nur marginal von 1,1 auf 1,7 Prozent über zwölf Monate. "Es ist nicht hinnehmbar, dass E.ON den Beschäftigten trotz guter Ertragslage ein reales Minus zumuten will", sagte Verdi-Verhandlungsführer Volker Stüber mit Blick auf die Inflation. Die Arbeitgeber provozierten damit eine Auseinandersetzung, wie es sie in der Energiewirtschaft lange nicht mehr gegeben habe.

   E.ON teilte mit, dass "die unveränderte Forderung der Gewerkschaften von 6,5 Prozent allerdings sehr deutlich über das für das Unternehmen vertretbare Maß" hinausgehe und jeglicher realistischer Grundlage entbehre. Die Forderungen seien in der schwierigen wirtschaftlichen Lage des Konzerns überzogen. Die Gehälter lägen insgesamt auf einem guten Niveau und die Tarifabschlüsse der vergangenen Jahre im oberen Bereich. "So gab es bei E.ON zum Beispiel keine Null- oder Minimalrunden", hieß es der Stellungnahme von E.ON.

   Ein Streik käme für E.ON zu einem besonders schlechten Zeitpunkt, versucht das Unternehmen doch, bis 2015 inflationsbereinigt zwei Milliarden Euro an Betriebskosten einzusparen. Weltweit sollen außerdem 11.000 Stellen gestrichen werden. Der Konzern hatte zuletzt mit sinkender Nachfrage und gleichzeitigem Preisverfall in Europa zu kämpfen. Außerdem machte Deutschlands hastiger Ausstieg aus der Atomenergie dem Unternehmen schwer zu schaffen.

   DJG/cbr/brb

   (END) Dow Jones Newswires

   January 16, 2013 06:28 ET (11:28 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 06 28 AM EST 01-16-13

Artikel empfehlen?
  • Relevant
  • Alle1
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

RSS Feed

Analysen zu E.ON SE

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
12:16 UhrEON SE ReduceKelper Cheuvreux
10:06 UhrEON SE HoldSociété Générale Group S.A. (SG)
19.08.2014EON SE OutperformBNP PARIBAS
14.08.2014EON SE NeutralJP Morgan Chase & Co.
14.08.2014EON SE HoldCommerzbank AG
19.08.2014EON SE OutperformBNP PARIBAS
13.08.2014EON SE kaufenDZ-Bank AG
11.08.2014EON SE OutperformBernstein Research
18.07.2014EON SE Conviction BuyGoldman Sachs Group Inc.
11.07.2014EON SE OutperformBernstein Research
10:06 UhrEON SE HoldSociété Générale Group S.A. (SG)
14.08.2014EON SE NeutralJP Morgan Chase & Co.
14.08.2014EON SE HoldCommerzbank AG
14.08.2014EON SE Equal-WeightMorgan Stanley
13.08.2014EON SE HaltenIndependent Research GmbH
12:16 UhrEON SE ReduceKelper Cheuvreux
14.08.2014EON SE SellCitigroup Corp.
14.08.2014EON SE SellUBS AG
13.08.2014EON SE SellSociété Générale Group S.A. (SG)
13.08.2014EON SE ReduceKelper Cheuvreux
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für E.ON SE nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Anzeige

Heute im Fokus

DAX gibt nach -- Apple-Aktie auf Rekordhoch -- Steve Ballmer verlässt Microsoft -- Bund will Commerzbank-Anteile bis mindestens 2016 halten -- BMW im Fokus

Bank of England nicht mehr geschlossen auf lockerem geldpolitischem Kurs. Iliad sucht Schulterschluss mit Tech-Riesen für Gebot für T-Mobile US. Glencore steigert Gewinn. Heineken verdient operativ deutlich mehr. Bundesrechnungshof äußert wohl Kritik an Merkels Energiewende.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Welche Darsteller verdienen am meisten?

Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Welches Land schnitt bei den Weltmeisterschaften am besten ab?

Welcher Nationaltrainer verdient am meisten?

In welchen Disziplinen ist Deutschland Weltspitze?

Wer ist die reichste erfundene Gestalt?

Wer kickt am besten?

mehr Top Rankings
Laut Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig wirken befristete Jobs wie die Anti-Baby-Pille. Sind Sie auch dieser Meinung?
Abstimmen
Direkt zu den Ergebnissen