Belgien könne seinen Teil der vereinbarten Finanzierung nicht stemmen und Frankreich müsse infolgedessen seinen Teil aufstocken, berichtet die belgische Zeitung "De Standaard" am Dienstag ohne Angabe von Quellen auf ihrer Webseite.
Belgien habe Frankreich gebeten, die Aufspaltung der Dexia neu zu verhandeln, so die Zeitung. Dabei sei eine größere Belastung für Frankreich ein "mögliches Ergebnis".
Die belgische Regierung hatte sich bereit erklärt, für 60,5% der Finanzausstattung der Dexia SA zu garantieren. Dafür müsste sie laut der Zeitung jedoch bis zu 54 Mrd EUR im Anleihenmarkt aufnehmen. Dies kollidiere jedoch mit Belgiens eigenem Finanzierungsbedarf für Regierungsausgaben.
Der Finanzminister des Landes, Didier Reynders, habe dementiert, dass die Anfang Oktober erzielte Vereinbarung zur Rettung der Bank in Frage gestellt sei. Frankreich habe zudem dementiert, wieder Verhandlungen über den Deal aufgenommen zu haben. Zwar reise Reynders am Mittwoch nach Paris, angeblich jedoch nur um über die Bewerbung von Lüttich für die Weltausstellung 2017 sprechen, so De Standaard.
-Von Martin Vaughan,
Dow Jones Newswires;