15.07.2012 14:55
Bewerten
(1)

Berliner SPD für Soli-Rente von mindestens 850 Euro

    BERLIN (dpa-AFX) - Die Berliner SPD will sich nach den Worten ihres neuen Landesvorsitzenden Jan Stöß für eine Solidaritäts-Rente von mindestens 850 Euro einsetzen. Das sei einer der Kernpunkte eines Konzepts für eine armutsfeste und existenzsichernde Alterssicherung, mit der sich die Hauptstadt-Genossen stärker in die Bundespolitik einmischen wollen. "Da wird sich die SPD etwas einfallen lassen müssen, weil wir nicht den Weg einschlagen können, dass es auf Dauer eine Rente auf Hartz-IV-Niveau gibt", sagte Stöß in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.

 

    Ziel müsse eine Rente sein, die die Lebensleistung der Menschen würdigt. "Wer ein ganzes Leben lang gearbeitet und Beiträge eingezahlt hat, egal in welcher Höhe, soll im Alter mindestens 850 Euro Soli-Rente bekommen, die von anderen mitfinanziert wird." Somit kämen auch Beschäftigte mit niedrigen Löhnen in den Genuss der Mindestrente, falls sie 30 bis 40 Jahre gearbeitet haben.

 

    Ein Mittel dazu könnte eine stärkere Steuerfinanzierung der Renten sein. "Dazu müsste der Bundeszuschuss an die Rentenkassen erhöht werden", forderte Stöß. Auch das von der Bundes-SPD forcierte erhöhte Renteneintrittsalter von 67 Jahren könne kein Tabu sein, sagte der 38-Jährige. "Wenn die Rente mit 67 dazu führt, dass niemand länger arbeitet, aber alle weniger Rente bekommen, steht das zur Diskussion." Das werde sich die SPD genau anschauen müssen. Stöß kündigte eigene Vorschläge der Berliner SPD bis zu einem Kleinen Parteitag der Bundes-SPD zu diesem Thema im November an.

 

    Wenn man für eine nachhaltige und existenzsichernde Rente nicht an den üblichen Stellschrauben Rentenbeginn, Rentenbeitragssatz oder Rentenhöhe drehen wolle, gehe es um eine gerechtere Finanzierung durch einen höheren Steuerzuschuss. "Im Zweifel sind Steuern immer das gerechtere Verteilungsinstrument, weil sie alle Einkommensarten mitheranziehen und nicht nur die Arbeitnehmereinkommen", sagte der frühere Finanz-Stadtrat. Ein höherer Bundeszuschuss müsste zweckgebunden ausgestaltet sein.

 

    "Solche Vorschläge gibt es ja schon länger, Einnahmen aus Immobiliengeschäften wie Mieten und Pachten oder aus Kapitalgeschäften zur Finanzierung der Renten heranzuziehen, auch von Leuten, die nicht rentenversicherungspflichtig sind", sagte Stöß. Der Sprecher der Berliner Linken in der SPD schlug außerdem vor, die Betriebsrente wieder stärker zu fördern. Wichtig sei es, die Arbeitgeber wieder stärker an den Kosten der Alterssicherung zu beteiligen. "Eine paritätische Aufteilung muss das Ziel sein."/bh/DP/stb

 

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

SAP - Digitalisierung ist eine Goldgrube!

Das Softwarehaus aus Walldorf dominiert den globalen Markt für Unternehmenssoftware. Selbst das innovative Silicon Valley kann den Deutschen nicht das Wasser reichen. Das hat mittlerweile auch die Wall Street erkannt. Der DAX-Titel befindet sich auf Rekordjagd. Immer mehr US-Investoren springen auf. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, wie die Digitalisierung die Aktie antreibt und warum SAP für Trader und Investoren interessant ist.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt etwas fester -- Dow Jones am Ende im Plus -- AURELIUS will Dividende erhöhen -- SAP steigert Umsatz -- AIXTRON bestätigt Prognose -- Covestro mit Gewinnsprung -- Alcoa im Fokus

AT&T erfüllt Erwartungen nur teilweise - Jahresgewinnprognose bestätigt. Uber stellt Pläne für fliegende Taxis vor. Unibail-Rodamco erhöht Umsatz leicht. Amazon, Google und eBay steigen aus - Ist das das Ende der Apple Watch?. Tesla-Aktie: Analysten kürzen Kursziele - der Grund ist besorgniserregend. McDonald's verdient trotz sinkender Umsätze mehr. Caterpillar erhöht Umsatzprognose 2017.

Top-Rankings

KW 16: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
EU-Vergleich der Arbeitskosten 2016
So viel kostet eine Stunde Arbeit in Europa
KW 16: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Tops und Flops
So entwickelten sich die Rohstoffe im 1. Quartal 2017
Tops und Flops
So performten die DAX-Unternehmen im ersten Quartal 2017
Viel Geld bei wenig Stress
Diese relaxten Berufe werden gut bezahlt
Die zehn größten Kapitalvernichter
Hier wurde am meisten Anlegergeld verbrannt
Das machen Ex-Spitzensportler nach ihrer Karriere
mehr Top Rankings

Umfrage

Nach hundert Tagen im Amt istTrump der unbeliebteste US-Präsident der modernen Geschichte. Sind Sie mit Donald Trump zufrieden?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
AURELIUSA0JK2A
CommerzbankCBK100
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Allianz840400
Nordex AGA0D655
BASFBASF11
AIXTRON SEA0WMPJ
Deutsche Telekom AG555750
Apple Inc.865985
Siemens AG723610
SAP SE716460
BMW AG519000
Barrick Gold Corp.870450