HAMBURG (dpa-AFX) - Preisgünstiger Modeschmuck bleibt in Krisenzeiten ein gutes Geschäft. Der Hamburger Modeschmuck-Händler Bijou Brigitte (
Bijou Brigitte modische Accessoires) hat im ersten Quartal den Konzernumsatz dank der Gründung neuer Filialen konstant bei 76 Millionen Euro gehalten. Zugleich stiegen durch die Expansion jedoch die Kosten: Der Gewinn ging um 28 Prozent auf knapp neun Millionen Euro zurück. Flächenbereinigt sank der Umsatz in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres um knapp acht Prozent, teilte Vorstandsvorsitzender Roland Werner am Dienstag in Hamburg mit.
"An unserem erfolgreichen Geschäftsmodell ändert sich nichts", betonte Werner. "Der Wunsch, sich zu schmücken, bleibt auch in der Krise bestehen." Bijou Brigitte wolle die Krise zu weiterer Expansion nutzen, da auch die Konkurrenz in keiner besseren Situation sei. "Der Konzern steht auf sehr gesunden Beinen, schuldenfrei und mit einer nach wie vor hervorragenden Eigenkapitalquote ausgestattet", sagte Werner. In diesem Jahr seien 80 neue Filialen geplant. Bijou Brigitte werde noch weiße Flecken in Deutschland in kleineren Städten schließen und in europäische Länder expandieren, etwa in Skandinavien oder Zukunftsmärkte wie Bulgarien, Rumänien oder die Türkei.
Schon im abgelaufenen Geschäftsjahr war der flächenbereinigte Umsatz um knapp fünf Prozent rückläufig. Insgesamt stieg der Umsatz des Konzerns jedoch um 2,4 Prozent auf 367 Millionen Euro. Der Gewinn ging leicht auf 117 Millionen Euro zurück. Die Aktionäre erhalten eine Dividende von 6,50 Euro je Aktie./gi/DP/nl