Unterm Strich fiel ein Fehlbetrag von 258 Millionen Euro an, wie das Unternehmen am Montag bei der Bilanzvorlage in München mitteilte. Die Sonderbelastungen werden auf 656 Millionen Euro beziffert. Hinzu kommen Abschreibungen von 62 Millionen Euro auf den Zukauf des Brasiliengeschäfts von Volkswagen. MAN hält bei Scania rund 17 Prozent der Stimmrechte sowie eine Option auf weitere drei Prozent.
Der Umsatz ging 2009 wegen des schwachen Geschäfts mit Nutzfahrzeugen konzernweit um 20 Prozent auf 12 Milliarden Euro zurück. Das operative Ergebnis fiel in der größten Sparte mit den Nutzfahrzeugen von 1,062 Milliarden Euro auf minus 91 Millionen Euro. Der neue Geschäftszweig in Südamerika steuerte 142 Millionen Euro zum operativen Ergebnis bei. Die Turbomaschinen konnten von 148 Millionen Euro auf 158 Millionen Euro zulegen. Bei den Dieselmotoren verzeichnete der Hersteller einen Rückgang von 390 Millionen auf 342 Millionen Euro. Insgesamt erzielte der Konzern ein operatives Ergebnis von 504 Millionen Euro, nach 1,729 Milliarden Euro im Vorjahr.
Für das laufende Jahr erwartet das neue Management unter Führung von Vorstandssprecher Georg Pachta-Reyhofen keine Verbesserung bei den Nutzfahrzeugen. Das Lateinamerika-Geschäft dürfte weiterhin positiv verlaufen. Bei Turbo und Diesel wird mit einem Umsatzrückgang gerechnet, die Umsatzrendite solle aber über 8,5 Prozent liegen. Trotz des Verlusts will der Konzern für das vergangene Jahr eine Dividende von 25 Cent je Anteilsschein zahlen, nach 2,00 Euro im Vorjahr. (dpa-AFX)
Bildquellen: MAN SE 2009