25.02.2013 08:49
Bewerten
 (0)

Bio-Eier: Künast fordert schärfere Kontrollen von Betrieben

    BERLIN (dpa-AFX) - Wegen des Verdachts auf falsch deklarierte Eier aus Freiland- und Bio-Haltung hat die Grünen-Politikerin Renate Künast eine schärfere Kontrolle von landwirtschaftlichen Betrieben gefordert. "Wichtig ist, dass vorne die Kontrollen ordentlich funktionieren. Das haben sie hier, auch die staatlichen, nicht getan", sagte die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion am Montag im ARD-Morgenmagazin. Kontrolleure prüften in den Betrieben zwar das Futter und die Haltung der Tiere im Allgemeinen, nicht aber die Zahl der Hühner insgesamt. "Wir müssen einen Weg finden zu zählen", sagte die ehemalige Bundeslandwirtschaftsministerin. Schärfere Strafen reichten allein nicht aus, um den Betrug in Landwirtschaftsbetrieben zu stoppen.

    Die Staatsanwaltschaft Oldenburg ermittelt nach Angaben von Sonntag gegen rund 150 Betriebe in Niedersachsen, etwa 50 weitere Verfahren wurden an Ermittler in anderen Bundesländern abgegeben. Sollten die Ermittlungen tatsächlich ergeben, dass Bio- und Freiland- Betriebe Legehennen entgegen Vorschriften auf engstem Raum gehalten haben, müssten diese laut Künast auch öffentlich genannt werden. "Ich finde, denen die gut arbeiten, muss man das antun, dass die anderen beim Namen genannt werden." Künast, die im Jahr 2002 als Ministerin eine bessere Kennzeichnung von Eiern durchgesetzt hatte, lobte die biologische Landwirtschaft trotz des sich möglicherweise anbahnenden Skandals als "gutes Zeichen dafür, eine andere Haltung zu haben"./jot/DP/she

Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Heute im Fokus

DAX mit schwachem Handelsschluss -- Wall Street im Minus -- Apple-Aktie auf Allzeithoch -- Russland: Notenbank senkt Leitzinsen -- MasterCard, Microsoft, Amazon im Fokus

Ölpreise springen kräftig nach oben - Spekulation über sinkende Produktion. AT&T blättert in US-Frequenzauktion 18,2 Milliarden Dollar hin. US-Telekom-Tochter lässt für Mobilfunklizenzen fast 2 Milliarden Dollar springen. Daimler-Tochter zahlt Millionen wegen Diskriminierung von Mitarbeitern. Schlichtung für Kabinenpersonal der Lufthansa kommt nicht voran. Bundesregierung wohl bereit für neues Griechenland-Hilfspaket. Conti schließt milliardenschwere Veyance-Übernahme ab.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Das sind die 5 Finalisten

Hier sollten Sie ihr Geld nicht anlegen!

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Welche Titel entwickelten sich im Jahr 2014 am besten?

Diese Artikel waren auf finanzen.net 2014 am beliebtesten

Hier ist der Schuldenstand besonders hoch

Mit welchen Techniken sparen Weltkonzerne Steuern?

Welche Aktien zählt Warren Buffet zu seinem Portfolio?

mehr Top Rankings

Umfrage

Quo vadis Griechenland? Was kommt nach dem Wahlsieg von Alexis Tsipras?