29.08.2012 06:37
Bewerten
 (0)

Koalitionshaushälter wollen 2014 Neuverschuldung von Null

Blick auf Wahlen
Die Neuverschuldung des Bundes soll nach dem Willen der Haushaltspolitiker der schwarz-gelben Koalition bereits im Jahr 2014 auf Null sinken.
"Wir wollen, wenn es irgend geht, bei der Neuverschuldung 2014 auf Null kommen. Das ist Konsens der Haushälter von Union und FDP", sagte der haushaltspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Norbert Barthle, der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". "Das wäre im Wahljahr 2013 ein unglaublich positives Signal für die Union", sagte Barthle.

   Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) strebt dagegen in seiner mittelfristigen Finanzplanung bisher an, das Defizit erst 2016 auf Null zu bringen. Für 2014 sieht Schäuble eine Neuverschuldung von 13,1 Milliarden Euro vor.

   Auch Nordrhein-Westfalens FDP-Chef Christian Lindner will bereits 2014 ohne Nettoneuverschuldung im Bund auskommen: "Bei konjunktureller Stabilität halte ich einen Bundeshaushalt ohne Nettoneuverschuldung schon 2014 für möglich - dazu muss aber die FDP der Erfindung neuer Staatsaufgaben solange widersprechen", sagte Lindner dem Handelsblatt.

   Die Haushaltspolitiker der Regierungsfraktionen kommen am Mittwoch und Donnerstag in Berlin zu Klausurtagungen zusammen. Im Mittelpunkt steht dabei der Bundeshaushalt 2013. Aber auch die haushaltspolitischen Ziele für 2014 und die Botschaft für das Wahljahr 2013 werden beraten.

   Im Etatplan 2013 sieht Schäuble bisher eine Nettokreditaufnahme von 18,8 Milliarden Euro vor. Auch diese Summe wollen die Haushälter im parlamentarischen Verfahren senken. "Wir wollen unter die Marke von 18,8 Milliarden Euro kommen", sagte Barthle.

(BERLIN) Dow Jones Newswires

Bildquellen: Christian Mueller / Shutterstock.com
Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Anzeige

Heute im Fokus

Russland und Ukraine einig über Gasversorgung -- Starbucks erzielt mehr Umsatz -- Groupon übertrifft Erwartungen -- LinkedIn mit Gewinnanstieg

Fuchs Petrolub wächst stärker als erwartet. BNP Paribas mit Gewinnplus. Japans Zentralbank lockert überraschend Geldpolitik. Sparprogramm bei Lanxess sieht wohl Streichung von bis zu 1.200 Jobs vor. Citigroup verrechnet sich um 600 Millionen. Spanien bittet Google zur Kasse.
In welchen europäischen Ländern ist das Preisniveau besonders hoch?

Welche Aktien zählt George Soros zu seinem Portfolio?

Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Facebook & Co: Welche Börsengänge waren ein Desaster?

Welches Unternehmen erzielte bislang das größte Emissions- volumen?

Welche Darsteller verdienen am meisten?

Diese Models verdienten 2014 am meisten

In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?

mehr Top Rankings

Umfrage

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat den Sparkurs der Bundesregierung infrage gestellt. Denken Sie auch, dass der Staat mehr investieren sollte?