17.11.2012 10:00
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DAX-Bilanz: Eon-Aktie im freien Fall

DAX-Bilanz: Eon-Aktie im freien Fall
Blue Chips
Der DAX musste sich zum Wochenschluss im Kampf um die Marke von 7.000 Punkten klar geschlagen geben und verbuchte mit 6.950,53 Zählern einen Wochenverlust in Höhe von drei Prozent.
von Jörg Bernhard

Die Sorge, dass die Schuldenkrisen dies- wie jenseits des Atlantiks aus dem Ruder geraten könnten, bescherte deutschen Blue Chips das zweite Wochenminus in Folge. In den USA lösten zudem miserable Konjunkturdaten, die vor allem auf Hurrikan Sandy zurückzuführen waren, massive Verkäufe aus. Für den Fall, dass Präsident Obama und die Republikaner die Fiskalklippe nicht erfolgreich umschiffen werden, drohen der Konjunktur aufgrund der automatischen Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen erhebliche Turbulenzen. Derzeit pokern noch beide Seiten. Ohne eine Einigung bzw. die Hoffnung auf eine Einigung dürfte an den internationalen Aktienmärkten eine Kursrally relativ unwahrscheinlich sein.
In der abgelaufenen Börsenwoche schwankte der DAX zwischen Wochentief (Freitag) und Wochenhoch (Montag) in einer Spanne von 245 Punkten. Das Verhältnis zwischen Kursgewinnern und -verlierern fiel mit 1 zu 29 eindeutig negativ aus. Als einziger Wochengewinner erzielte die Aktie von Infineon (+0,1 Prozent) ein kleines Plus, während Eon (-16,2 Prozent) das Schlusslicht bildete.

Eon enttäuscht auf der ganzen Linie

Regelrecht schockiert waren die Börsianer von den Neunmonatszahlen des Versorgers Eon. Das Unternehmen hat bereits am Montag nach Börsenschluss „vor dem Hintergrund der erheblichen wirtschaftlichen Unsicherheiten und strukturellen Änderungen des Sektor-Umfeldes“ seine Prognose gekappt. Das bislang für 2013 angestrebte operative Ergebnis (EBITDA) zwischen 11,6 und 12,3 Milliarden Euro erscheint dem Management „nicht mehr erreichbar“. Gleiches gilt auch für das Ziel eines bereinigten Konzernüberschusses von 3,2 bis 3,7 Milliarden Euro.
Der Halbleiterhersteller Infineon legte hingegen Jahreszahlen vor, die an der Börse trotz negativem Tenor erheblich besser ankamen. Aufgrund der allgemein schlechten Marktstimmung sprang allerdings nicht mehr als ein marginales Wochenplus heraus.

Bildquellen: Wolfgang Kriegbaum

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