von Jörg Bernhard
Trotz immenser Schäden durch Hurrikan „Sandy“ ging es an den internationalen Aktienmärkten – bei positiver Tendenz - relativ „diszipliniert“ zu. Während in den USA die sturmbedingte mehrtägige Schließung der New Yorker Börsen eine Verkaufspanik verhinderte, feierte man in einigen europäischen Regionen „Allerheiligen“ und blieb deshalb den Börsen fern. Für Kauflaune sorgten in der zweiten Wochenhälfte diverse Meldungen von der US-Konjunktur. Besonders erfreut reagierten die Börsianer auf die besser als erwartet ausgefallenen Daten von US-Arbeitsmarkt. Weniger Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe (Donnerstag) und mehr neu geschaffene Stellen (Freitag) ließen die Bullen das Zepter übernehmen.
In der abgelaufenen Börsenwoche schwankte der DAX zwischen Wochentief (Montag) und Wochenhoch (Freitag) in einer Spanne von 219 Punkten. Das Verhältnis zwischen Kursgewinnern und -verlierern fiel mit 22 zu 8 relativ positiv aus. Die Liste der Wochengewinner führten die Lufthansa-Aktien (+13,4 Prozent) an, während die höchsten Kurverluste bei Fresenius Medical Care (-9,2 Prozent) zu beklagen waren.
Lufthansa mit zweistelligem Höhenflug
Der Wochengewinn im zweistelligen Prozentbereich gelang der Aktie der Deutschen Lufthansa aufgrund von besser als erwartet ausgefallener Quartalszahlen und bescherte ihr am Freitag bei 12,325 Euro sogar ein neues 52-Wochenhoch. Obwohl Ende August und Anfang September die Flugbegleiter gestreikt hatten, kletterte der Überschuss um 30 Prozent auf 642 Millionen Euro. Dazu trugen auch die vollzogene Trennung vom Verlustbringer BMI sowie Bewertungseffekte bei Treibstoffgeschäften bei.
Beim Gesundheitskonzern FMC gab es bei der Bekanntgabe der aktuellen Quartalszahlen hingegen eine herbe Enttäuschung. Das Management äußerte sich nach einem leichten Gewinnrückgang im dritten Quartal etwas vorsichtiger für 2012. Börsianer quittierten dies mit massiven Verkäufen.
Bildquellen: Julian Mezger