von Jörg Bernhard
Damit verbuchte der Leitindex den dritten Wochengewinn in Folge. Der Hexensabbat, also der große Verfalltermin an den Terminmärkten, bescherte dem DAX sogar den höchsten Stand seit 14 Monaten. Hoffnungen, dass Spanien bereits in der kommenden Woche ein Reformprogramm vorlegen könnte, waren für die gute Laune unter den Börsianern maßgeblich verantwortlich. An den Finanzmärkten würden die Akteure einen Hilfsantrag der Spanier höchstwahrscheinlich positiv aufnehmen, weil sich dadurch die Unsicherheiten und Ängste erst einmal verflüchtigen würden. Ein Ende der Eurokrise würde dies allerdings nicht bedeuten, schließlich weiß niemand wie die spanische Konjunktur auf die Sparpläne reagieren wird. Griechenland kann davon ein Lied singen.
In der abgelaufenen Börsenwoche schwankte der DAX zwischen Wochentief (Dienstag) und Wochenhoch (Freitag) in einer relativ engen Spanne von 174 Punkten. Das Verhältnis zwischen Kursgewinnern und -verlierern fiel mit 17 zu 13 leicht positiv aus. Als stärkster Wochengewinner erwies sich die Aktie von Henkel (+4,1 Prozent). Den höchsten Wochenverlust musste ThyssenKrupp mit 7,4 Prozent hinnehmen, gefolgt von Infineon (-6,2 Prozent).
ThyssenKrupp von UBS herabgestuft
Nach einer Verkaufsempfehlung der UBS ging es mit der Aktie des Stahlunternehmens ThyssenKrupp deutlich bergab. Die Schweizer Analysten haben den DAX-Wert von "Neutral" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 14,50 auf 13,50 Euro reduziert. Die Kursrally wegen des geplanten Verkaufs der Tochter Steel Americas sei übertrieben und voreilig gewesen, schrieb der zuständige Analyst in einer Studie. Aus charttechnischer Sicht hat sich die Lage ebenfalls verschlechtert. Aktuell kämpft der Stahlwert mit seiner 200 Tage-Linie. Erschwerend kam hinzu, dass beim Timingindikator RSI Mitte September mit dem Unterschreiten der 70-Prozent-Marke ein Verkaufssignal ausgelöst wurde.
Bildquellen: Julian Mezger