21.12.2012 18:15
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Börse Frankfurt Schluss: Abschläge, Continental gesucht

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes präsentierten sich am letzten Handelstag vor Weihnachten in Rot. Für eine Belastung sorgten dabei weiterhin die ins Stocken geratenen US-Haushaltsverhandlungen. Der DAX verlor zuletzt 0,47 Prozent auf 7.636,23 Punkte. Der MDAX gab um 0,62 Prozent nach auf 11.994,32 Punkte. Für den SDAX ging es um 0,73 Prozent nach unten auf 5.261,85 Zähler, während der TecDAX um 0,41 Prozent auf 835,99 Punkte nachgab. Der Bund Future gewann zuletzt 0,29 Prozent auf 144,75 Zähler, während der Euro um 0,53 Prozent auf 1,3166 Dollar zulegte.

Die US-Börsen notieren zur Stunde mit bis zu 1,50 Prozent im Minus. Am kommenden Mittwoch stehen in den USA konjunkturseitig die MBA-Hypothekenanträge, der Case Shiller-Hauspreisindex und der Richmond-Herstellerindex auf der Agenda.

Wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mitteilte, hat sich das Konsumklima in Deutschland etwas eingetrübt. Der Gesamtindikator prognostiziert demnach für Januar einen Wert von 5,6, nach revidiert 5,8 Zählern im Dezember. Damit hat sich der Aufwärtstrend vorerst in eine leichte Abwärtsbewegung verwandelt. Trotz der moderaten Verluste bleibt das Niveau des Konsumklima-Indikators aber weiter zufriedenstellend.

Der Auftragseingang in Betrieben des deutschen Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten verzeichnete derweil im Oktober nach Angaben des Statistischen Bundesamtes einen deutlichen Anstieg. Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die Eingänge preisbereinigt um 30,5 Prozent, wobei die Nachfrage im Hochbau um 17,0 Prozent und im Tiefbau um 47,7 Prozent zulegte. Dabei wird der deutliche Anstieg im Tiefbau auch bedingt durch vergleichsweise niedrige Auftragseingänge im Oktober des Vorjahres.

Eine Nachricht gab es heute vom Dialysespezialisten Fresenius Medical Care . So hat man die Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der Erstattung von Dialysebehandlungen in den USA erfolgreich beendet. Damit werden auch die im Zusammenhang stehenden Ermittlungen der Justizbehörden in St. Louis im Bundesstaat Missouri eingestellt. Das Papier notierte zuletzt knapp im Plus. Siemens wurde derweil von der MTR Corp. damit beauftragt, die 47 Kilometer lange Bahnstrecke von der chinesischen Grenze bis in das zentrale Geschäftsviertel Hongkong Island leit- und signaltechnisch auszustatten. Das Auftragsvolumen beträgt rund 80 Mio. Euro. Die Aktie des Technologiekonzerns fiel um 0,6 Prozent.

Der Chemiekonzern BASF meldete indes, dass er mit der schwedischen Atlas Copco (Atlas Copco AB (A)) einen Vertrag über den Verkauf seines Arbeitsgebiets MEYCO Equipment unterzeichnet hat, das Betonspritzmaschinen für den Tunnel- und Bergbau anbietet. BASF verschlechterten sich um 1,6 Prozent. Schließlich teilte RWE mit, dass er seinen 57,5-Prozent-Anteil an der Koblenzer Elektrizitätswerk und Verkehrs-Aktiengesellschaft (KEVAG) an die EKO2 GmbH veräußert hat. Der Kaufpreis beträgt rund 220 Mio. Euro. Für die Papiere des Versorgers ging es um 1,7 Prozent nach unten.

Im Dax liefen derweil adidas um 0,4 Prozent vor. Das Unternehmen profitierte vom positiven Quartalsausweis des Wettbewerbers Nike. Continental rückten an der Spitze um 2,1 Prozent vor, während Commerzbank auf dem letzten Platz um 3,4 Prozent zurückfielen.

Klöckner & Co (KloecknerCo) verbilligten sich um 1,1 Prozent. Der Metalldistributeur veräußert wie angekündigt im Rahmen des Restrukturierungsprogramms sein komplettes Osteuropa-Geschäft. Dabei wurden in einer ersten Transaktionsphase die Aktivitäten in Tschechien, Bulgarien und Rumänien und damit mehr als zwei Drittel des Osteuropa-Geschäfts veräußert. Mit einem Vollzug des Verkaufs der noch verbleibenden Aktivitäten in Polen und Litauen wird im ersten Quartal 2013 gerechnet. Die Gewinnerliste im MDAX wurde von Celesio mit einem Plus von 1,2 Prozent angeführt, während die rote Laterne von Wincor Nixdorf mit einem Abschlag von 3,9 Prozent getragen wurde.

Im TecDax ging es für Nordex um 2 Prozent nach unten. Der Windturbinenhersteller teilte mit, dass er zwei weitere Aufträge für seine Mittelwind-Anlage N100/2500 aus Großbritannien erhalten hat.

Für eine Enttäuschung sorgte heute SKW Metallurgie (SKW Stahl-Metallurgie). So hat der Spezialchemiekonzern seine Prognosen für das Gesamtjahr 2012 konkretisiert. Die anhaltend hohe konjunkturelle Unsicherheit wichtiger Industrienationen, insbesondere in Europa, ist ausschlaggebend hierfür. Daher wird für das Geschäftsjahr 2012 beim ausgewiesenen EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) mit einem Wert zwischen 22 und 24 Mio. Euro gerechnet. Hierin sind nennenswerte Belastungen aus den Anlaufkosten für die neuen Werke in Bhutan, Russland und Schweden, insbesondere im ersten Halbjahr 2012, enthalten. Der Konzernumsatz dürfte knapp über 400 Mio. Euro liegen. Für 2013 wird grundsätzlich mit einer deutlichen Ergebnissteigerung gerechnet. Dies ist jedoch den Konzernangaben zufolge nur unter der Prämisse einer Stabilisierung der Weltkonjunktur realistisch prognostizierbar. Die Aktie fiel um 1,3 Prozent.

DAX: 7.636,23 (-0,47 Prozent) MDAX: 11.994,32 (-0,62 Prozent) SDAX: 5.261,85 (-0,73 Prozent) TecDAX: 835,99 (-0,41 Prozent) (21.12.2012/ac/n/m)

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